Hugo Boss empfiehlt, Übernahmeangebot der Fraser Group nicht anzunehmen

Der Modekonzern Hugo Boss hält das Übernahmeangebot des Großaktionärs Frasers Group für nicht ausreichend. „Der Angebotspreis von 38,00 Euro pro Aktie spiegelt den eigenständigen Wert und das zukünftige Wertschöpfungspotenzial von Hugo Boss nicht angemessen wider“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Offerte sei dabei einem unabhängigen Prüfungsverfahren unterzogen worden.

Das Management von Hugo Boss sieht vor allem durch das laufende strategische Konzept erhebliches Potenzial. Angesichts einer starken Bilanz sei das Unternehmen gut aufgestellt, „um seine Strategie eigenständig umzusetzen und nachhaltigen, langfristigen Wert für seine Aktionäre zu schaffen.“ Die gebotenen 38,00 Euro je Aktie bildeten daher eher das rechtlich vorgeschriebene Minimum als eine angemessene fundamentale Bewertung des Unternehmens ab.

Die Briten versuchen seit Mitte Juni, im Zuge eines freiwilligen öffentlichen Angebots das Ruder bei den Schwaben zu übernehmen. Frasers ist ein Einzelhandelskonglomerat, hinter dem der Unternehmer Mike Ashley steckt. An Hugo Boss ist die Gruppe früheren Angaben zufolge mit gut 26 Prozent direkt beteiligt.


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