Hessnatur setzt als erstes Unternehmen auf den neuen Textilstandard GRTS

Der Naturmode-Anbieter Hessnatur nutzt nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen den neuen Global Responsible Textile Standard (GRTS), mit dem sich künftig auch Fasern außerhalb des Bio-Bereichs unabhängig zertifizieren lassen.

Hinter dem Standard steht Global Standard, die Organisation, die auch den Global Organic Textile Standard (GOTS) verantwortet. GRTS schaffe einen unabhängigen Zertifizierungsrahmen für weitere Fasergruppen und Produkte außerhalb des GOTS-Anwendungsbereichs, teilte das Unternehmen mit. Relevant sei das für Hessnatur vor allem, weil damit künftig auch Materialien wie regenerierte Zellulosefasern, Leinen oder nach dem Global Recycled Standard (GRS) zertifizierte Recyclingfasern unabhängig geprüft werden könnten.

Die Anforderungen an Chemikalienmanagement und soziale Kriterien orientierten sich dabei an GOTS, zugleich berücksichtige GRTS stärker Aspekte der Kreislauffähigkeit.

„Wir setzen bereits heute unterschiedliche Faserarten ein und haben dafür klare ökologische und soziale Anforderungen definiert. GRTS ermöglicht uns nun, deren Einhaltung auch außerhalb des GOTS-Spektrums unabhängig zertifizieren und entlang der Lieferkette nachweisen zu lassen“, sagt Patrick Götz, Chief Product & Sustainability Officer bei Hessnatur.

Für die Branche sei der Standard ein wichtiger Schritt, weil sich die Faserlandschaft weiterentwickle, bestehende Zertifizierungen aber nicht alle relevanten Fasergruppen abdeckten. Ein einheitlicher Prüfrahmen lasse die Zertifizierung mit der Materialentwicklung Schritt halten.

Hessnatur verweist auf die eigene Vorgeschichte. Die Marke gehörte in Deutschland zu den frühen Anbietern von Mode aus Naturfasern, 1991 verwirklichte Gründer Heinz Hess mit der Sekem-Farm in Ägypten das nach Unternehmensangaben weltweit erste Bio-Baumwollprojekt. Heute stammten 99,6 Prozent der eingesetzten Fasern aus natürlichen Rohstoffquellen. Als erstes deutsches Mitglied der Fair Wear Foundation arbeitet das Unternehmen seit 2005 mit der Organisation zusammen und wird seit 2017 jährlich mit dem Leader Status ausgezeichnet.

„GRTS stärkt unsere grundsätzliche Ausrichtung auf eine zunehmend zirkuläre Textilwirtschaft und unseren Fokus auf nicht-fossile Rohmaterialien. Gleichzeitig schafft die Zertifizierung einen verlässlichen Rahmen, um auch neue Faserlösungen mit unabhängigen Nachweisen zu untermauern“, so Götz.

Die ersten GRTS-zertifizierten Produkte sollen in der Herbst/Winter-Saison 2027 kommen.

Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt.


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