Hermès steigert Umsatz im dritten Quartal dank Lederwaren

Der französische Luxuskonzern Hermès hat seinen Umsatz im dritten Quartal um 5,5 Prozent auf knapp 4,1 Milliarden Euro gesteigert. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus 4,3 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit Ausnahme des Nahen Ostens wuchsen alle Regionen.

Nach neun Monaten belief sich der Umsatz auf knapp 12,3 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2,9 Prozent zu aktuellen und um 5,5 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Währungsschwankungen schmälerten die Erlöse bis Ende September um rund 310 Millionen Euro. Das Quartalsergebnis blieb laut der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) leicht hinter den Erwartungen der Analyst:innen zurück. „Trotz eines komplexen Umfelds setzt Hermès sein profitables Wachstum fort und hält Kurs“, sagte Axel Dumas, Executive Chairman von Hermès. Für das kommende Jahr kündigte er die erste Herren-Ready-to-Wear-Kollektion von Grace Wales Bonner sowie die Einführung von Couture by Nadège Vanhée im Januar an.

Lederwaren wachsen zweistellig

Wichtigster Wachstumstreiber blieb die Sparte Lederwaren und Sattlerei. Ihr Umsatz stieg im dritten Quartal um 12,4 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 10,8 Prozent. Das Geschäft habe sich im Quartal leicht beschleunigt, getragen von der starken Nachfrage nach neuen Modellen wie auch nach ikonischen Stücken, so das Unternehmen.

Die Sparte Ready-to-Wear und Accessoires verzeichnete dagegen ein Minus von 1,4 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro, zu konstanten Wechselkursen ging der Umsatz um 2,0 Prozent zurück. Belastet wurde der Bereich laut AFP durch die Nachfrage in Festlandchina. Seide und Textilien legten um 2,4 Prozent auf 214 Millionen Euro zu, Parfum und Beauty um 7,9 Prozent auf 128 Millionen Euro. Das Uhrengeschäft schrumpfte um 5,0 Prozent auf 125 Millionen Euro. Die stärkste Region war Amerika mit einem Umsatzplus von 10,7 Prozent auf 791 Millionen Euro, währungsbereinigt wuchs sie um 8,8 Prozent. In Europa ohne Frankreich stiegen die Erlöse um 8,6 Prozent auf 687 Millionen Euro, in Frankreich um 3,6 Prozent auf 417 Millionen Euro. Japan legte um 3,4 Prozent auf 402 Millionen Euro zu, zu konstanten Wechselkursen sogar um 9,6 Prozent. Im Nahen Osten sank der Umsatz um 2,8 Prozent auf 149 Millionen Euro.

Stagnation in Asien, Rückgang in China

Im asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan stiegen die Erlöse um 3,8 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro, blieben währungsbereinigt aber unverändert. Für Greater China weist Hermès über die ersten neun Monate eine stabile Entwicklung in einem schwierigeren Umfeld aus.

Im dritten Quartal sei das Geschäft dort leicht zurückgegangen, die Aktivität bleibe aber stabil, sagte Eric du Halgouët, Executive Vice President Finance bei Hermès, laut AFP bei einem Pressegespräch. In diesem sehr schwierigen Markt sei das dennoch eine beachtliche Leistung. Als Gründe nannte er einen weiterhin rückläufigen Immobilienmarkt, ein geringes Verbrauchervertrauen mit hoher Sparquote sowie eine neue Steuergesetzgebung für chinesische Steuerzahler:innen. Langfristig sei Hermès in China zuversichtlich und investiere weiter in sein Netz aus nur 31 Geschäften.

Mittelfristig bestätigte Hermès angesichts weltweiter wirtschaftlicher, geopolitischer und monetärer Unsicherheiten sein ambitioniertes Ziel für das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen. Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt.


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