Hennes & Mauritz verkündet das Aus für Cheap Monday

Angesichts zuletzt magerer Zahlen strafft der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB (H&M) sein Markenportfolio. Am Dienstag verkündete er das Ende seines Labels Cheap Monday. Der Abwicklungsprozess soll demnach sofort beginnen und Ende Juni kommenden Jahres beendet sein. Der einzige stationäre Shop der Marke in London und der Online-Store von Cheap Monday werden am 31. Dezember 2018 geschlossen.

Hennes & Mauritz begründete die Entscheidung mit den „umfassenden Veränderungen“ in der Bekleidungsbranche angesichts der „fortschreitenden Digitalisierung“. Um auf diesen Wandel zu reagieren, wolle sich der Konzern auf seine Kerngeschäftsfelder konzentrieren. Diesen Umbaumaßnahmen fiel nun Cheap Monday zum Opfer: Das Label habe ein „traditionelles, auf den Großhandel ausgerichtetes Geschäftsmodell, das aufgrund der Veränderungen in der Branche mit großen Herausforderungen konfrontiert war“, erklärte Hennes & Mauritz. Darunter litten auch die Resultate der Marke: „Seit langer Zeit gab es einen negativen Trend beim Umsatz und Gewinn von Cheap Monday“, erklärte der Mutterkonzern.

Etwa achtzig Arbeitsplätze sind von der Schließung betroffen

„Wir müssen unser Geschäft ständig weiterentwickeln und entscheiden, wo wir investieren“, erklärte Anna Attemark, die das Segment New Business der H&M-Gruppe leitet, in einer Mitteilung. Alle anderen Marken der Sparte hätten „großes Potenzial“ und sich zuletzt sowohl im stationären wie im digitalen Einzelhandel „positiv entwickelt“.

Betroffen von der Schließung sind alle Mitarbeiter von Cheap Monday an den schwedischen Standorten Tranås and Stockholm. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um etwa achtzig Beschäftigte. Ihre Arbeitsverträge sollen im kommenden Jahr beendet werden, diesbezügliche Gespräche mit Gewerkschaftsvertreten hat Hennes & Mauritz bereits aufgenommen. Die Betroffenen sollen nun Unterstützung bei der Jobsuche bekommen.

Cheap Monday wurde im Frühjahr 2004 als Jeanslabel in Stockholm gegründet und zählte zu den Pionieren des Skinny-Fit-Trends. Im Jahr 2008 übernahm Hennes & Mauritz die Muttergesellschaft der Marke, Fabric Scandinavien AB, zu der auch die Labels Weekday und Monki gehörten. Zuletzt waren die Produkte von Cheap Monday in etwa 1.800 Läden in mehr als 35 Ländern erhältlich. Abgesehen von einem 2012 eröffneten Store in London verfügt die Marke selbst über keine eigenen Geschäfte.

Foto: Cheap Monday Facebook-Page
 

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