Hennes & Mauritz überrascht mit deutlicher Gewinnsteigerung im dritten Quartal
Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB konnte seinen Gewinn im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 überraschend kräftig steigern. Der Umsatz blieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings praktisch konstant. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den der Mutterkontern von Marken wie H&M, Cos, Weekday, & Other Stories und Arket am Donnerstag veröffentlichte.
Der Umsatz bleibt nahezu unverändert
Im Zeitraum von Juni bis August erreichte der Umsatz demnach eine Höhe von 57,2 Milliarden Schwedischen Kronen (5,1 Milliarden Euro). Damit übertraf er das Niveau des Vorjahresquartals um 0,3 Prozent. In den jeweiligen Lokalwährungen stiegen die Erlöse um ein Prozent. Das Unternehmen hob hervor, dass es die Anzahl seiner weltweiten Filialen im Laufe der vergangenen zwölf Monate um zwei Prozent verringert hatte.
„Unsere Sommerkollektionen fanden großen Anklang und trugen zu einer besseren Umsatzentwicklung bei, insbesondere gegen Ende des Quartals“, erklärte CEO Daniel Ervér in einem Statement. „Gleichzeitig wurde der Umsatz unter anderem durch anhaltende Störungen im Logistiknetzwerk in Europa und in der globalen Lieferkette beeinträchtigt.“
Positiv entwickelte sich der Umsatz in den nordischen Ländern mit einem Plus von sieben Prozent (währungsbereinigt +6 Prozent) auf 5,6 Milliarden Schwedische Kronen. In Nord- und Südamerika stiegen die Erlöse um drei Prozent (währungsbereinigt +1 Prozent) auf 12,5 Milliarden Schwedische Kronen, in Asien, Ozeanien und Afrika legten sie um ein Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent) auf 6,5 Milliarden Schwedische Kronen zu.
Sparmaßnahmen beflügeln das Ergebnis
In Westeuropa, der wichtigsten Marktregion des Konzerns, ging der Umsatz hingegen um zwei Prozent (währungsbereinigt -1 Prozent) auf 19,4 Milliarden Schwedische Kronen zurück. In Südeuropa schrumpften die Erlöse um zwei Prozent auf 7,8 Milliarden Schwedische Kronen, währungsbereinigt wuchsen sie aber um ein Prozent. Der Umsatz in Osteuropa blieb mit 5,4 Milliarden Schwedischen Kronen weitgehend konstant, währungsbereinigt wuchs er um ein Prozent.
Dank einer Verbesserung der Bruttomarge von 52,9 auf 54,0 Prozent und geringerer Betriebskosten konnte der Konzern sein Ergebnis kräftig steigern. So wuchs der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22,9 Prozent auf 6,04 Milliarden Schwedische Kronen und übertraf damit die Markterwartungen. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn erhöhte sich sogar um 27,7 Prozent auf 4,12 Milliarden Schwedische Kronen (365 Millionen Euro).
Das Management warnt vor Ergebnisbelastungen durch umfangreichere Rabatte
Im September lagen die Erlöse nach Angaben des Managements währungsbereinigt um ein Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Das Unternehmen warnte allerdings, dass die Ergebnisbelastungen durch Preisnachlässe im vierten Quartal voraussichtlich höher ausfallen werden als im Vorjahrszeitraum.
Mit Blick auf die kommenden Wochen zeigte sich Konzernchef Ervér zuversichtlich. „Zum Start in den Herbst ist die Zusammensetzung unserer Warenbestände gut, und wir sind gut aufgestellt, um die Bedürfnisse unserer Kund:innen zu erfüllen“, erklärte er. Durch Verbesserungen in der Lieferkette und den verstärkten Einsatz von KI sei es zudem gelungen, die „Relevanz und Präzision“ in allen Geschäftsbereichen zu steigern.
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