Mit einer Bundesratsinitiative wollen Hamburg und Thüringen gegen die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetika vorgehen. Am kommenden Freitag werde ein Entschließungsantrag im Bundesrat eingebracht werden, der das Aus für Kunststoffpartikel in Reinigungs-, Hygiene- und Kosmetikprodukten fordert, sagte Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Mittwoch. "Es wäre viel einfacher, wenn die Hersteller endlich auf Mikroplastik verzichten würden. Freiwilligkeit hat hier bislang wenig bewirkt, deshalb wollen wir jetzt über den Bundesrat ein Verbot der Kunststoffteilchen in Kosmetika erreichen."

Zugleich drängt der Antrag laut Thüringens Umweltministerium auf mehr Schutz von Böden und Gewässern. Dies gelte auch bei anderen Ursachen von Mikroplastik. Eine Verminderung der Teilchen aus dem Abrieb von Reifen, Textilien und anderen Kunststoffartikeln wäre technisch machbar, hieß es. So könnten beispielsweise Abwässer von Straßen und Wegen vorbehandelt werden, bevor sie versickern. (dpa)

 

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