Auch im zweiten Quartal 2015/16 fielen die Zahlen des US-amerikanischen Bekleidungsunternehmens Guess eher mager aus. Wie bei vielen anderen US-Firmen, die stark im Ausland engagiert sind, machten sich ungünstige Wechselkursveränderungen negativ bemerkbar. Immerhin übertrafen die Resultate, die am Mittwoch publiziert wurden, die Erwartungen.

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf 546,3 Millionen US-Dollar (486,3 Millionen Euro). Großen Anteil am deutlichen Rückgang hatte der starke Dollarkurs: Währungsbereinigt verfehlten die Erlöse das Vorjahresniveau nur knapp (-0,6 Prozent). Vor allem in Europa bekam das Unternehmen die negativen Wechselkurseffekte zu spüren. Dort schrumpfte der Umsatz in der Berichtswährung um 15,3 Prozent auf 199,4 Millionen US-Dollar. Währungsbereinigt wuchs er um 3,7 Prozent.

Währungseffekte drückten auch das Ergebnis: Der Nettogewinn nach Minderheitenanteilen schrumpfte um 16,7 Prozent auf 18,3 Millionen US-Dollar (16,3 Millionen Euro), der verwässerte Gewinn pro Aktie um 19,2 Prozent von 0,26 auf 0,21 US-Dollar. Das Unternehmen bezifferte den negativen Einfluss des starken Dollarkurses dabei auf etwa 0,10 US-Dollar.

Chairman Paul Marciano zeigte sich mit den vorgelegten Zahlen zufrieden: Sie hätten „die Erwartungen übertroffen“, sagte er. Er verwies dabei auf die Stabilisierung der Einzelhandelserlöse in der Region Americas, die flächen- und währungsbereinigt das Vorjahresniveau erreichten, was vor allem dem starken Damenmodegeschäft zu verdanken war, und ein Umsatzplus um zwanzig Prozent im Online-Geschäft. Große Hoffnungen setzt er auf den neuen CEO Victor Herrero, der vor allem das Asien-Geschäft ankurbeln soll.

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN