Guess schreibt im ersten Quartal erneut rote Zahlen

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Guess Inc. hat im ersten Quartal 2019/20 trotz negativer Währungseffekte seinen Umsatz gesteigert, steckt aber weiter in der Verlustzone. Immerhin fiel der Fehlbetrag etwas geringer aus, als im Vorfeld befürchtet worden war.

In den drei Monaten vor dem 4. Mai kam Guess auf einen Umsatz in Höhe von 536,7 Millionen US-Dollar (475,2 Millionen Euro). Das entsprach einem Wachstum um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stieg der Umsatz sogar um 8,2 Prozent. Solide Zahlen in Amerika und Europa konnten dabei verhältnismäßig schwache Zahlen in Asien kompensieren.

So erzielte der Konzern im amerikanischen Großhandelsgeschäft ein Umsatzplus von 13,6 Prozent (währungsbereinigt +15,5 Prozent). Die Erlöse im eigenen Einzelhandel stiegen in der Region um 3,0 Prozent (währungsbereinigt +3,9 Prozent). Auf vergleichbarer Fläche legten sie um vier Prozent (währungsbereinigt +5 Prozent) zu. In Europa wuchs der Umsatz um 2,2 Prozent (währungsbereinigt +12,3 Prozent). Die Einzelhandelserlöse sanken flächenbereinigt um ein Prozent, bereinigt um Wechselkursschwankungen lagen sie aber um acht Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau.

In Asien schwächelt der eigene Einzelhandel

In Asien stieg der Gesamtumsatz um 1,4 Prozent (währungsbereinigt +6,6 Prozent). Allerdings musste das Unternehmen in der Region einen flächenbereinigten Rückgang der Einzelhandelserlöse um 15 Prozent (währungsbereinigt -10 Prozent) hinnehmen. Die weltweiten Lizenzeinnahmen schrumpften um 4,9 Prozent.

Geringere Sonderausgaben als im Vorjahresquartal sorgten dafür, dass der operative Fehlbetrag leicht verringert wurde: Er sank um 1,7 Prozent auf 24,5 Millionen US-Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte stieg der Betriebsverlust allerdings um 9,5 Prozent auf 22,4 Millionen US-Dollar. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettoverlust lag bei 21,4 Millionen US-Dollar (18,9 Millionen Euro) und fiel damit geringfügig höher aus als im ersten Viertel des vergangenen Jahres (+0,7 Prozent). Der um Sondereffekte bereinigte Verlust pro Aktie lag bei 0,25 US-Dollar, die Analysten hatten hier im Durchschnitt 0,26 US-Dollar erwartet.

Für das gesamte Geschäftsjahr prognostiziert die Unternehmensleitung nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum um 6,0 bis 7,0 Prozent. Der Gewinn pro Aktie soll demnach 1,09 bis 1,20 US-Dollar erreichen. Dabei sind die geschätzten Auswirkungen bereits getätigter und für den Rest des Jahres geplanter Aktienrückkäufe bereits berücksichtigt.

Foto: Guess Facebook-Page

 

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