Gucci will die Flamme in seiner italienischen Heimatstadt neu entfachen
Die einstige Modeikone Gucci ist für den französischen Luxuskonzern Kering zum Sorgenkind geworden. Die Marke muss sich neu erfinden, um die Bilanzen ihrer Muttergesellschaft nicht weiter zu belasten.
Am Donnerstag wird der Luxuskonzern, zu dem auch Yves Saint Laurent, Bottega Veneta, Kering Eyewear und Boucheron gehören, seine Strategie den Investor:innen vorstellen. Dies geschieht im Rahmen eines speziellen Events in Florenz, der Geburtsstadt von Gucci. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Plänen für die Marke mit dem Doppel-G liegen.
Luca de Meo, der ehemalige Renault-Chef, wurde 2025 zum CEO von Kering ernannt. Bei der italienischen Marke muss er nun wahre Wunder bewirken, um den einst so strahlenden Glanz wiederherzustellen. Davon hängt das finanzielle Gleichgewicht des gesamten Konzerns ab. Schließlich machte Gucci im Jahr 2025 rund 40 Prozent seines Gesamtumsatzes aus.
Tom Ford, von 1994 bis 2004 Kreativdirektor von Gucci, stand für eine goldene Ära des Hauses. Die nachfolgenden Entscheidungen waren jedoch weniger erfolgreich. In den letzten drei Jahren kam es zu einem deutlichen Umsatzrückgang.
„In dieser Branche verkaufen wir etwas, das die Verbraucher:innen begehren. Wenn man zu viel von etwas anbietet, das die Leute mögen, wollen sie es irgendwann nicht mehr“, analysiert Luca Solca, Branchenexperte bei der Beratungsfirma Bernstein. „Mit dem Aufkommen von Streetwear wurde Gucci allgegenwärtig. Das hat die Begehrlichkeit der Marke zu einem gewissen Grad zerstört“, urteilt er.
Gucci hat „alle Zutaten“
Flavio Cereda, Investmentchef bei Gam, kommt zu einem ähnlichen Schluss. „Gucci hatte Probleme mit dem Vertrieb, den Produkten und den Preisen“, erklärte der Spezialist gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Die schwindende Beliebtheit spiegelte sich in den Zahlen wider. Dies war besonders deutlich vor dem Hintergrund einer Verlangsamung bei fast allen Luxusgüterunternehmen. Nachdem der Umsatz von Gucci im Jahr 2022 noch 10,5 Milliarden Euro erreicht hatte, ist er seitdem kontinuierlich gesunken. Im vergangenen Jahr fiel er auf rund sechs Milliarden Euro.
Die Hoffnungen ruhen auf dem neuen Kreativdirektor des Hauses, Demna Gvasalia, der seit Anfang 2025 im Amt ist. Seine erste Modenschau fand im Februar in Mailand statt, nachdem im September eine erste Kollektion präsentiert worden war.
„Meine Vision für Gucci beruht auf der Koexistenz von Tradition und Mode. Gucci existiert nur, wenn beides in Harmonie ist, wenn das eine das andere nährt“, erklärte er in einem im Februar veröffentlichten Brief, in dem er seine Vorstellung von der Marke darlegte.
Seit September hat Gucci auch eine neue CEO, Francesca Bellettini. Sie war zuvor stellvertretende CEO von Kering.
Werden diese Veränderungen ausreichen? Laut den am Dienstag veröffentlichten Zahlen verzeichnete Gucci im ersten Quartal 2026 erneut einen Umsatzrückgang von 14 Prozent auf 1,35 Milliarden. Auf vergleichbarer Basis fiel der Rückgang mit minus acht Prozent jedoch geringer aus als im vierten Quartal 2025, in dem er bei minus zehn Prozent gelegen hatte.
Analyst:innen der Bank HSBC zufolge könnte das Jahr 2026 eine Erholung bringen. Eine Beschleunigung wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet. „Es ist die größte italienische Luxusmarke. Sie hat das Erbe, sie hat den Vertrieb, sie hat alle Zutaten“, erinnert Flavio Cereda.
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