Gucci bricht mit ‚Made in Italy‘ und stellt Sneaker in China her
Das italienische Luxusmodehaus Gucci verkauft seit Kurzem zwei neue Sneaker-Modelle mit dem Label ‚Made in China‘. Damit weicht die Luxusmarke von ihrer traditionellen Produktion in Italien ab. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eigene Recherchen und eine Stellungnahme von Gucci.
Dazu gehört der ‚Drip‘-Sneaker, den Gucci als den ersten Sneaker von Kreativdirektor Demna für die Marke beschreibt. Das Modell kam im vergangenen Monat auf den Markt und kostet in Europa rund 800 Euro. Ein zweiter Slip-on-Sneaker aus Leder aus derselben ‚Primavera‘-Kollektion wird ebenfalls in China produziert.
Laut Gucci ist die Wahl eines chinesischen Herstellers auf spezifisches technisches Know-how und Produktionskapazitäten zurückzuführen, die für die Entwürfe erforderlich sind. Italien bleibe, so die Marke, ‚immer im Herzen‘ des Produktions- und Identitätsmodells von Gucci. Von einer umfassenderen Verlagerung der Produktion aus Italien sei keine Rede.
Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Gucci, Teil des französischen Luxuskonzerns Kering, an der Erholung seiner Umsätze arbeitet. Laut Reuters hat sich der Umsatz der Marke innerhalb von drei Jahren halbiert. Gucci hat zudem bei einigen Produkten die Preise gesenkt, um Marktanteile zurückzugewinnen. Analyst:innen warnen laut Reuters, dass die Kombination aus Preissenkungen und dem Label ‚Made in China‘ Fragen zur Positionierung und Preiswahrnehmung der Luxusmarke aufwerfen könnte.
Der Zeitpunkt fällt mit der Präsentation von Gucci während der Mailänder Modewoche zusammen. Das italienische Modehaus präsentiert heute, am Freitag, den 25. September, die SS27-Kollektion von Kreativdirektor Demna in Mailand. Die Show trägt den Namen ‚The Store Show‘.
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