Geox genehmigt Industrieplan 2027/29: Umsatz soll bis 2029 auf 650 Millionen Euro steigen

Diese Woche hat der Verwaltungsrat des italienischen Unternehmens Geox, das an der Euronext Mailand notiert ist, eine Aktualisierung des Industrieplans der Gruppe für 2027-2029 genehmigt. Der Verwaltungsrat billigte außerdem eine technische Änderung der Ausführungsmodalitäten für einen eventuellen Restbetrag der Lir srl. Dies geschah im Rahmen des am 30. Dezember 2024 festgelegten Finanzmanövers.

Konsolidierter Umsatz für das laufende Geschäftsjahr wird zwischen 540 und 545 Millionen Euro erwartet

In einer Mitteilung heißt es, dass das Geschäftsjahr 2026 als letztes Jahr der Phase der ‘strategischen Neuausrichtung und Leistungsverbesserung’ bestätigt wird. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein konsolidierter Umsatz zwischen 540 und 545 Millionen Euro erwartet. Trotz des Umsatzrückgangs im Vergleich zur ursprünglichen Prognose im vorherigen Industrieplan, der am 19. Dezember 2024 genehmigt wurde, kann das Unternehmen seine ursprünglichen Erwartungen für die operative Marge bestätigen. Dies ist dem laufenden Kostenrationalisierungsprozess zu verdanken.

Die bereinigte EBIT-Marge wird zwischen drei und vier Prozent erwartet. Das Unternehmen rechnet zudem mit einer Verbesserung seiner Bankschulden, die bis zum Jahresende zwischen 40 und 50 Millionen Euro liegen sollen. Dies ist auch der geplanten Optimierung der Lagerverwaltung und der Cashflows aus dem Working Capital zu verdanken.

Die strategischen Hauptleitlinien des Industrieplans 2027-2029 prognostizieren ein Umsatzwachstum auf circa 640 bis 650 Millionen Euro im Jahr 2029. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von fünf bis sechs Prozent für den Zeitraum 2026-2029. Auch die Rentabilität soll deutlich steigen, mit einer erwarteten Ebit-Marge von sechs bis sieben Prozent im Jahr 2029.

Technologie wird ebenfalls ein zentrales Element des Alleinstellungsmerkmals der Gruppe sein, unterstützt durch erhebliche Investitionen in das Design. In der Mitteilung wird erklärt, dass das Design „einem international renommierten Studio“ anvertraut wurde. Dieses Studio hat ab der Saison Frühjahr/Sommer 2027 neue kreative und stilistische Energie eingebracht, mit besonderem Augenmerk auf die Aufwertung der Damenmode-Kollektion und des Markenerbes.

Der Plan sieht vor, die Marke als ‘well-tech’ zu positionieren und den Marketing-Mix neu auszurichten. Dabei sollen mehr Mittel für die Verbreitung von Inhalten als für die Produktion bereitgestellt werden. Auf der Agenda steht auch eine strategische und operative Neuausrichtung der Einkaufs- und Verkaufsplanungsprozesse. Ziel ist es, die Markteinführungszeit zu verkürzen und ein effizienteres Management des Working Capitals zu erreichen.

Das Unternehmen will die Führungsposition von Geox stärken, heißt es in der Mitteilung. Dies soll durch eine weitere Verbesserung der Produktqualität und des Preis-Leistungs-Verhältnisses geschehen; die Entwicklung von ikonischen Produkten; die Vereinfachung der Kollektionen; und die Stärkung der Ready-to-wear-Linie als Hebel für ein integriertes, verbraucher:innenzentriertes Produktökosystem. Der Plan umfasst auch die Verbesserung der operativen Exzellenz des Direct-to-Consumer-Kanals (D2C). Ein besonderer Fokus liegt auf CRM-Initiativen, die den Traffic in den physischen Geschäften erhöhen und den Online-Kanal ausbauen sollen. Die Positionierung der ESG-Agenda ist zentral für die Strategie und Kultur des Unternehmens.

Bezüglich des 60-Millionen-Euro-Finanzmanövers teilte Geox mit, dass eine technische Änderung genehmigt wurde. Diese wurde vom Mehrheitsaktionär Lir beantragt und betrifft die Ausführungsmodalitäten für einen eventuellen Restbetrag. Die Änderung erfordert keine zusätzlichen finanziellen Mittel oder weitere Beiträge über die bereits geplanten hinaus und hat keine Auswirkungen auf den Industrieplan 2027-2029.

Sowohl der Gesamtbetrag des im Rahmen des Finanzmanövers vorgesehenen Beitrags von 60 Millionen Euro als auch die Frist vom 15. Oktober 2026 für die Abschlusszahlung von Lir bleiben unverändert. „Die Änderung ist rein technischer Natur, schafft keinen zusätzlichen Finanzbedarf für das Unternehmen und erfordert keine weiteren Beiträge über die bereits im Finanzmanöver vorgesehenen hinaus. Sie hat keine Auswirkungen auf die Prognosen des Industrieplans 2027-2029“, heißt es in der Mitteilung.


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