Fusion im Online-Modehandel: Lookiero und Outfittery bündeln ihre Kräfte
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Die spanische Online-Personal-Shopping-Plattform Lookiero und ihre bisher größte Wettbewerberin, die deutsche Plattform Outfittery, haben eine Fusion beschlossen. Das neu entstandene Unternehmen Lookiero Outfittery Group will künftig als europäischer Marktführer im Bereich des assistierten Online-Shoppings auftreten.
Wie beide Unternehmen gegenüber FashionUnited erklärten, wurde die Fusion als eine Partnerschaft unter Gleichen konzipiert. Zwar wurden keine finanziellen Details oder genaue Kapitalverteilungen offengelegt, jedoch bringen beide Unternehmen ihre jeweiligen Wettbewerbsvorteile in die neue Gruppe ein. Lookiero, mit seiner Expertise im Bereich der Modeberatung für Frauen und einem starken Fokus auf den französischen Markt, ergänzt sich mit Outfittery, das sich traditionell auf männliche Kundschaft spezialisiert hat, jedoch ebenfalls Frauen bedient und besonders stark in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) vertreten ist.
Nach Abschluss der Fusion wird das neue Unternehmen eine gemeinsame technologische Plattform nutzen, um bestehende Kund:innen weiter zu betreuen. Dabei bleiben sowohl die Marken Lookiero als auch Outfittery eigenständig bestehen, ebenso wie ihre Teams und Standorte. Während Lookiero weiterhin von Bilbao aus operiert, bleibt der Hauptsitz von Outfittery in Berlin. Die operative Leitung des neuen Unternehmens übernehmen Oier Urrutia, Gründer und bisheriger CEO von Lookiero, als CEO der Gruppe, sowie Julia Bösch, Gründerin und CEO von Outfittery, die als Vorsitzende des Verwaltungsrats die strategische Ausrichtung mitgestaltet.
„Die Fusion ermöglicht es uns, unsere technologischen Stärken und unser tiefes Verständnis für unsere Kund:innen zu vereinen und ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich des digitalen Personal Shoppings der Zukunft aufzubauen“, erklärt Oier Urrutia. In seiner Stellungnahme, die als gemeinsames Statement beider Unternehmen veröffentlicht wurde, dankt er zudem allen Teams und Investor:innen, die diesen Schritt ermöglicht haben.
„Lookiero und Outfittery passen perfekt zusammen – sowohl in kultureller als auch in strategischer Hinsicht“, ergänzt Julia Bösch. „Wir teilen die Vision, dass der globale Modemarkt einen führenden Anbieter für ein vollständig personalisiertes digitales Einkaufserlebnis benötigt.“ Die Fusion bringe komplementäre Stärken mit sich, die das gemeinsame Wachstum vorantreiben sollen. „Gemeinsam mit unseren Teams werden wir unser Angebot weiterentwickeln und eine wachsende internationale Kundschaft mit individuellen Looks und persönlicher Stilberatung begeistern.“
Ein führendes Unternehmen mit drei Millionen Kund:innen und 130 Millionen Euro Umsatz
Durch die Fusion entsteht mit der Lookiero Outfittery Group ein neuer europäischer Branchenführer im Online-Personal-Shopping-Segment. Das Unternehmen wird mit einer starken Präsenz in 13 Märkten starten und baut auf einer Basis von über drei Millionen aktiven Kund:innen auf. Im Geschäftsjahr 2024 erzielten die beiden Plattformen zusammen einen Umsatz von 130 Millionen Euro, den sie nun weiter steigern wollen. Ein wesentliches Ziel für 2025 ist es, die Profitabilität der einzelnen Plattformen zu sichern, mit dem klaren Fokus, eine zweistellige EBITDA-Marge zu erreichen.
Ein zentrales Anliegen des neuen Unternehmens ist es, Synergien zwischen den beiden Plattformen zu maximieren und gleichzeitig operative Effizienz zu steigern. Durch die Zusammenführung der Ressourcen und Prozesse erwartet das Unternehmen eine Kostenoptimierung sowie eine breitere Markenvielfalt für Kund:innen – über 200 Modemarken sind bereits integriert, mit weiteren Erweiterungen in Planung. Zudem soll die Expansion in neue Märkte forciert werden, um die führende Position im europäischen Online-Modehandel weiter auszubauen. Prognosen zufolge wird der europäische Online-Modemarkt bis 2028 einen Wert von 219 Milliarden Euro erreichen.
„Der europäische Online-Modehandel wächst rasant, und personalisierte Einkaufserlebnisse treiben diesen Wandel maßgeblich voran. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und menschlicher Expertise verbessern wir das Kundenerlebnis“, heißt es von Seiten der Lookiero Outfittery Group. „Mit unserer Fusion stehen wir ideal da, um die Zukunft des personalisierten Einkaufens mitzugestalten.“ Das Unternehmen nimmt dabei erfolgreiche Modelle wie das US-amerikanische Unternehmen Stitch Fix als Inspiration, das 2024 einen Umsatz von 1,34 Milliarden US-Dollar und ein EBITDA von 29,3 Millionen US-Dollar erzielte.
Gibt es bereits Pläne für eine Konsolidierung, etwa durch den Rückzug einer Marke aus bestimmten Märkten oder eine langfristige Fusion unter einer einzigen Marke?
Oier Urrutia, CEO von Lookiero: Beide Marken bleiben bestehen, und es gibt keine Pläne für einen Rückzug. Denn Lookiero und Outfittery gemeinsam in einer Unternehmensgruppe zu haben, ist eine große Stärke, die es uns ermöglicht, unterschiedliche Kund:innensegmente mit verschiedenen Bedürfnissen zu bedienen.
Der Schlüssel liegt darin, dass beide Marken auf einer gemeinsamen Plattform operieren, ohne dabei in Konkurrenz zueinander zu treten. Dies erlaubt uns, die Kund:innenerfahrung zu optimieren – und genau darauf liegt unser Fokus: unseren Service stetig zu verbessern. Selbstverständlich werden wir unsere strategische Ausrichtung kontinuierlich an die Bedürfnisse der jeweiligen Märkte anpassen.
Julia Bösch, CEO von Outfittery: Lookiero und Outfittery fusionieren, um der führende Anbieter für personalisiertes Online-Shopping in Europa zu werden – ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltigem Wachstum und langfristiger Rentabilität. Unser Ziel ist es, eine führende Marktposition zu erreichen. Beide Unternehmen haben sich in unterschiedlichen Zielgruppen und Märkten etabliert, und genau diese komplementären Stärken werden wir nutzen.
Die Tatsache, dass beide Marken bestehen bleiben, ermöglicht uns, verschiedene Kund:innensegmente mit maßgeschneiderten Angeboten anzusprechen. Deshalb gibt es keine Pläne, unter einer einzigen Marke zu operieren. Vielmehr setzen wir auf unsere Präsenz in unterschiedlichen Regionen und die Kraft unserer Marken, um einen noch individuelleren und effizienteren Service zu bieten.
Welche nächsten Schritte sind geplant, und welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele verfolgen Sie als neue Gruppe?
Urrutia: Kurzfristig liegt unsere größte Herausforderung darin, das Beste aus beiden Unternehmen zu vereinen. Wir wollen unsere Technologien und unser Know-how kombinieren, um unser Wertangebot zu maximieren. Im mittelfristigen Fokus steht die Konsolidierung unserer Synergien und die Verbesserung der Kund:innenerfahrung durch den Einsatz fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz (KI). So können wir Empfehlungen optimieren und Logistikprozesse effizienter gestalten. Langfristig streben wir an, unser Wachstum durch die Erschließung neuer Märkte und die Diversifizierung unseres Angebots voranzutreiben – etwa durch den Ausbau in Segmente wie Kindermode, wobei die Personalisierung stets unser zentraler Grundsatz bleibt.
Bösch: In dieser ersten Phase nach der Fusion konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, unsere Teams zusammenzuführen und eine starke, gemeinsame Organisation aufzubauen. Gleichzeitig arbeiten wir operativ daran, die Kompetenzen von Lookiero und Outfittery zu vereinen, um eine leistungsstarke und effiziente Plattform zu entwickeln. Und langfristig – ergänzend zu dem, was Oier bereits erwähnt hat – werden wir neue Wachstumschancen ausloten, sei es durch den Eintritt in weitere Länder oder durch die Erweiterung unseres Angebots. Unser Ziel ist es, den Bereich des personalisierten Online-Shoppings kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Neben der Erweiterung des Angebots und der Erschließung neuer Märkte – gibt es weitere Hebel, mit denen der Lookiero Outfittery Group weiteres Wachstum ermöglicht werden soll?
Urrutia: Derzeit stammen unsere Umsätze hauptsächlich aus dem Verkauf von Kleidungsstücken über unseren Personal-Shopping-Service. Dieser wird auch weiterhin unser Kerngeschäft bleiben. Langfristig planen wir jedoch, neue Dienstleistungen zu entwickeln, strategische Partnerschaften zu prüfen und unsere betriebliche Effizienz weiter zu optimieren, um unser Wachstum voranzutreiben.
Bösch: Der Verkauf von Mode bleibt unsere Haupteinnahmequelle. Für die Zukunft sehen wir großes Potenzial darin, unsere Plattform durch Kooperationen mit Marken, neue Services und effizientere Abläufe weiterzuentwickeln – um unseren Kund*innen ein noch attraktiveres Wertangebot zu machen.
Dieser Artikel erschien zuvor auf Fashionunited.es und wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.
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