Frasers kündigt Übernahmeangebot für Hugo Boss in Höhe von 2 Milliarden Euro an

Der britische Bekleidungskonzern Frasers hält bereits mehr als ein Viertel des deutschen Premium-Bekleidungsunternehmens Hugo Boss. Am Mittwoch kündigte das Unternehmen seine Absicht an, die restlichen Anteile für fast zwei Milliarden Euro zu erwerben.

Da die Hugo Boss AG in Frankfurt börsennotiert ist, plant Frasers ein „freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot nach deutschem Recht“ für die Aktien abzugeben. Diese repräsentieren „rund 73,94 Prozent des Grundkapitals“, so der britische Konzern in einer nach Börsenschluss veröffentlichten Mitteilung.

„Hugo Boss ist ein wichtiger Markenpartner für Frasers und eine der fünf Hauptmarken innerhalb des Konzerns“, fügte das britische Unternehmen hinzu. Es plant, 38 Euro pro Aktie anzubieten. Dies entspricht insgesamt rund 1,98 Milliarden Euro für die Anteile, die es noch nicht besitzt.

Die Aktie des Hugo Boss-Konzerns schloss am Mittwoch in Frankfurt bei 36,46 Euro. Der Nettogewinn des Unternehmens stieg im Jahr 2025 um 17 Prozent auf 249 Millionen Euro.

Langfristiger Investor

Frasers bezeichnet sich selbst als „langfristiger Investor“ in das deutsche Unternehmen. Der Konzern äußerte sich „positiv“ über den Aufsichtsratsvorsitzenden Stephan Sturm und den Vorstandsvorsitzenden Daniel Grieder. Dabei wurde ihre „Strategie für nachhaltiges Wachstum und Stärkung des Markenwerts“ gelobt.

Frasers erwartet, dass die Transaktion „in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein wird“.

Der britische Konzern, zu dem unter anderem die Kette Sports Direct gehört, verzeichnete in seinem Geschäftsjahr, das Ende April 2025 endete, einen Rückgang des Nettogewinns. Der Gewinn sank um 23 Prozent auf 292,1 Millionen Britische Pfund (339 Millionen Euro). Dies sind die letzten verfügbaren Jahreszahlen.

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