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Frankreich enthüllt Lösungsansätze gegen Fast Fashion

Clément Beaune, Leiter des französischen Hohen Kommissariats für Strategie und Planung, hat am Mittwoch die Grundzüge einer Studie zur Fast Fashion vorgestellt. Er spricht sich für Kleidung aus französischer Herstellung, Recycling sowie hohe Steuern aus, um der massiven Verbreitung dieser Produkte entgegenzuwirken.

Im Vorfeld der Veröffentlichung der Studie „Fast Fashion: Eine Scheinlösung für das Kaufkraftproblem“, die am Freitag erscheint, erklärte Beaune auf RMC, dass es letztlich „günstiger ist, langlebig zu kaufen“.

„Wenn Sie Ihre in Frankreich hergestellte, langlebige und unter guten Bedingungen produzierte Jeans ein Jahr lang täglich tragen, bleibt sie in gutem Zustand“, erklärte er. „Die auf einer großen Plattform gekaufte Jeans hingegen ist dann bereits zerstört.“

„Wir haben gesehen, dass ein Kleid aus dem Ultra-Fast-Fashion-Bereich im Durchschnitt viermal kürzer getragen wird, ein Mantel achtmal kürzer und eine Jeans siebenmal kürzer“, führte er aus. Er forderte dazu auf, statt ausschließlich auf den Anschaffungspreis die sogenannten „Kosten pro Tragen“ eines Kleidungsstücks zu berücksichtigen.

Deindustrialisierung vermeiden

Beaune schlug außerdem vor, den Secondhand- und Reparatursektor stärker zu fördern. Denkbar sei hierfür eine reduzierte Mehrwertsteuer auf diese Tätigkeiten.

Darüber hinaus sprach er sich für eine „massive Steuer“ auf die Einfuhr dieser Produkte in die Europäische Union aus. Ziel sei es, die Flut von Waren aus großen Plattformen einzudämmen. „Wir dürfen nicht noch einmal erleben, was wir vor 25 Jahren in Frankreich und ganz Europa mit der Deindustrialisierung durchgemacht haben. Das ist ein schicker Begriff dafür, dass wir überall Fabriken geschlossen haben.“

Seiner Ansicht nach „ist es noch Zeit, Marken und Arbeitsplätze zu retten“. Zwar räumte er ein, dass es „manchmal eine Debatte über die Kaufkraft geben wird“, betonte jedoch: „Unsere Aufgabe ist es auch, langfristig zu denken.“

Die Studie schlägt außerdem die Einführung eines Öko-Schecks vor. Dieses Modell wird bereits in Belgien praktiziert, um den Kauf umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen zu fördern.

„Es ist gewissermaßen wie bei Urlaubsschecks“, erklärte der Hohe Kommissar. „Unternehmen könnten auf freiwilliger Basis ein zusätzliches Einkommen in Form eines Schecks auszahlen. Dieser wäre für den Kauf langlebiger Kleidung bestimmt, die in Frankreich oder Europa hergestellt wird. Für die Arbeitgeber:innen wäre dies abgaben- und beitragsfrei.“

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