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Europäische Mode wappnet sich gegen Trumps Zollandrohung im Grönland-Streit

Die europäische Modebranche sieht sich mit neuer Unsicherheit konfrontiert, nachdem Präsident Donald Trump am Wochenende Zölle gegen acht Länder angekündigt hat. Darunter befinden sich wichtige Modeexporteure wie das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland. Die Zölle sollen als Druckmittel dienen, um Dänemark zum Verkauf Grönlands zu bewegen.

Die Abgaben sollen am 1. Februar in Kraft treten – zunächst mit zehn Prozent und bis Juni schrittweise auf 25 Prozent ansteigen. Die Branche wartet unterdessen auf eine wichtige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs am 20. Januar. Diese könnte der Regierung die Befugnis entziehen, solche Maßnahmen ohne Zustimmung des Kongresses zu verhängen.

Bedeutung des US-Marktes

Der Zeitpunkt könnte für die Branche nicht ungünstiger sein. Die USA machen rund 30 Prozent der europäischen Luxusgüterexporte aus. Die Frühjahrskollektionen befinden sich bereits in Produktion, und die Bestellungen für den Herbst werden gerade aufgegeben. Daher müssen Marken sofort Entscheidungen über Preisgestaltung, Lieferpläne und Lagerbestandsverteilung treffen.

Mehrere Modeunternehmen haben bereits Klagen eingereicht, um Zollzahlungen zurückzufordern, falls der Oberste Gerichtshof gegen das Weiße Haus entscheidet. Viele Beobachter:innen rechnen mit einem solchen Urteil: Während der Anhörungen im November zeigten sich mehrere Richter:innen skeptisch gegenüber der Position der Regierung. Die für Dezember erwartete Entscheidung wurde jedoch verschoben, was die Branche in eine operative Lähmung versetzt.

Sollten die bestehenden Zölle für ungültig erklärt werden, könnten Unternehmen Millionen zurückfordern. Werden sie hingegen bestätigt, würde Trump weitreichendere Befugnisse erhalten, um Handelspolitik als Waffe einzusetzen. Diese Aussicht beunruhigt Branchenführer:innen, da er wiederholt Zölle mit nicht zusammenhängenden geopolitischen Zielen verknüpft hat.

Auswirkungen auf die Branche

Die vorgeschlagenen Abgaben betreffen nicht nur Luxushäuser, sondern die gesamte europäische Lieferkette der Mode. Italienische Ateliers, französische Textilfabriken und britische Schneidereien sind stark von US-Aufträgen abhängig. Ein Zoll von 25 Prozent könnte Marken vor die Wahl stellen, entweder die Margen zu senken, die Preise in einem bereits vorsichtigen Verbrauchermarkt zu erhöhen oder die Produktion außerhalb Europas zu verlagern.

Das sind nicht nur Zahlen in einer Tabelle. Es geht um Handwerksbetriebe, Familienunternehmen und Ausbildungsplätze. Ein Rückgang der US-Aufträge um 20 Prozent würde reale Arbeitsplätze gefährden.

Einige Marken prüfen bereits Notfallpläne wie beschleunigten Versand, um die Frist im Februar einzuhalten, Pop-up-Fertigungen in Mexiko oder eine stärkere Konzentration auf andere Märkte. Für eine Branche, die auf saisonaler Planung und sechsmonatigen Vorlaufzeiten basiert, sind solche reaktiven Maßnahmen jedoch kostspielig und störend.

Europas Reaktion

Die EU diskutiert bereits eigene Gegenmaßnahmen. Laut Politico erwägen EU-Beamt:innen, Vergeltungszölle in Höhe von 93 Milliarden Euro wieder einzuführen. Diese waren nach dem Handelsabkommen im vergangenen Juli ausgesetzt worden. Zudem prüft der Block sein Anti-Nötigungsinstrument, das speziell zur Abwehr geopolitischer Handelserpressung entwickelt wurde.

Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, hat für diese Woche einen Dringlichkeitsgipfel einberufen – ein deutliches Signal für die Ernsthaftigkeit der Lage. Führungskräfte aus der Modebranche befürchten jedoch, dass eskalierende Handelsspannungen die Industrie zwischen konkurrierende politische Agenden drängen könnten.

Ungewisse Zukunft

Was die Branche am meisten beunruhigt, ist nicht nur diese spezifische Zollandrohung, sondern das zugrundeliegende Muster. Wenn Handelspolitik zum Werkzeug für beliebige geopolitische Ziele wird – sei es Taiwan, Grönland oder das nächste Thema von morgen – verschwindet die für internationales Geschäft unerlässliche Vorhersehbarkeit.

Wie eine Führungskraft es ausdrückte: „Wir haben schon viele Herausforderungen gemeistert, aber man kann kein Geschäft aufbauen, wenn sich die Spielregeln wöchentlich ändern, je nachdem, welches Territorium ein Präsident erwerben möchte.“

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