Die EU hat ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen 44 afrikanischen Staaten als «historische Entscheidung» gelobt. Das Abkommen sei ein wichtiger Schritt, die Integration des Kontinents voranzutreiben, teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Donnerstag mit. Die Europäische Union werde dieses Vorhaben unterstützen.

44 Länder hatten am Mittwoch in Ruandas Hauptstadt Kigali das Freihandelsabkommen unterzeichnet. Es würde einen Markt von rund 1,2 Millionen Menschen schaffen und Hindernisse für den Handel, etwa Zölle, abschaffen. Allerdings hatten zwei von Afrikas größten Wirtschaftsmächten, Südafrika und Nigeria, nicht unterschrieben. Zudem muss das Abkommen noch von den jeweiligen nationalen Parlamenten abgesegnet werden. In Afrika existieren derzeit nur mehrere regionale Handelszonen.

Notwendig sei der «politische Wille», damit das Abkommen Realität werde, sagte der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat. Die AU plant weitere Vorhaben, Afrika enger zu vernetzen, etwa eine gemeinsame Währung. Dem stehen Beobachtern zufolge aber noch viele Hindernisse im Weg. Der AU wird oft Wirkungslosigkeit nachgesagt, da zwar viele Entscheidungen getroffen werden, aber wenige von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. (dpa)

 

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