Drei Übernahmekandidaten im Rennen um insolvente Daunenjacken-Marke Jott
Das Wirtschaftsgericht von Marseille hat am Freitag die Angebote von drei Kandidaten für die Übernahme des örtlichen Bekleidungsanbieters Jott geprüft. Die Marke ist für ihre farbenfrohen Daunenjacken bekannt. Im Februar hatten sich ursprünglich rund 15 potenzielle Übernahmeinterssenten gemeldet.
Das Gericht wird seine Entscheidung am 13. April bekannt geben. Die 2010 gegründete Marke Jott („Just over the top“) hatte im Dezember Insolvenz angemeldet.
Die Amoniss-Gruppe ist eine Investmentgesellschaft, zu deren Portfolio bereits die Marken Chevignon und Lee Cooper sowie der Einzelhändler Pimkie gehören, der 2023 von der Familie Mulliez übernommen wurde. Wie eine Seite mitteilte, erhielt Amoniss die Mehrheit der Stimmen der an diesem Fall beteiligten Parteien. Dazu gehören die Insolvenzverwalter, die Gerichtsbevollmächtigten; der Entgeltgarantiefonds (AGS) und die Banken.
Dieses Angebot scheint die besten Garantien zu bieten. Es sieht die Übernahme von 77 Prozent der nach französischem Recht angestellten Mitarbeiter:innen vor. Der Verkaufspreis für Lagerbestände und Vermögenswerte beläuft sich auf drei Millionen Euro.
Der Übernahmevorschlag der Beschäftigten und eines der Gründer:innen mit dem Namen „Projet Mars“ erhielt nur zwei Stimmen. Diese stammten von den Vertreter:innen von Jott France und Jott Opération, zwei Einheiten des Marseiller Unternehmens.
Das „Projet Mars“ sieht vor, nur 34 Prozent der Mitarbeiter:innen zu behalten und setzt den Verkaufspreis auf 900.000 Euro fest.
Der Vorschlag von BCR-I, einer Holdinggesellschaft, die im Juni bereits die Herrenmodemarke Café Coton übernommen hatte, erhielt keine einzige Stimme. Das Angebot sah vor, nur 28 Prozent der Belegschaft zu übernehmen und bot 400.000 Euro für den Verkauf.
Die Origin-Gruppe, die mit Interessen aus dem Nahen Osten verbunden ist, hat ihr Angebot am Freitag nicht bestätigt. Laut einer Quelle konnte sie die erforderlichen Bankgarantien nicht vorlegen.
Das Unternehmen Jott mit Sitz in Marseille verfügt über ein Netz von Boutiquen hauptsächlich in Frankreich und Europa. Es beschäftigte 2025 in Frankreich 254 Mitarbeiter:innen und erzielte einen Umsatz von 70 Millionen Euro. Die Tochtergesellschaft, die die Boutiquen in den Niederlanden und Belgien betreibt, ist ebenfalls Gegenstand eines Konkursverfahrens in Brüssel, das zur Liquidation führt.
„Jott ist nicht nur ein lokales Unternehmen, sondern eine Marseiller Erfolgsgeschichte“, hatte „Mode in Sud“, der Verband der regionalen Modeunternehmen, im Dezember in einer Mitteilung erklärt. Anlässlich der Insolvenzanmeldung äußerte sich der Verband besorgt. Der Fall sei ein „bedeutungsschweres Beispiel für unser Mode-Ökosystem im Süden“.
In den letzten Jahren litt die französische Ready-to-wear-Branche unter einer schweren Krise. Sie wird insbesondere durch die Konkurrenz von Secondhand-Mode und Ultra-Fast-Fashion aus Asien belastet.
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