• Home
  • Nachrichten
  • Business
  • Drei Konzerne, drei Strategien: So verlief der Sommer für Inditex, Mango und Tendam

Drei Konzerne, drei Strategien: So verlief der Sommer für Inditex, Mango und Tendam

So wie der Sommer für Abschalten steht, bringt der September das Bedürfnis, sich wieder zu vernetzen. In der Modewelt ist es nie einfach, auf dem neuesten Stand zu bleiben, denn große Unternehmen scheinen keine Pause zu machen.

Da sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt, lohnt es sich, einen Blick zurück auf die wichtigsten Entwicklungen der großen Modekonzerne zu werfen. In Spanien haben Inditex, Mango und Tendam die Sommermonate genutzt, um Weichen für die Zukunft zu stellen – von strategischen Umstrukturierungen über internationale Expansionen bis hin zu technologischen und kreativen Innovationen. Gleichzeitig zeigten sich auch Spannungen und Herausforderungen, die den Weg in den Herbst mitbestimmen werden.

Inditex stärkt Struktur und diversifiziert Kurs

Der Sommer war intensiv für Inditex und geprägt von einer Reihe strategischer und symbolischer Veränderungen. Das Unternehmen begann den Juli mit einer Umstrukturierung seiner globalen Führungsspitze. Die Leitung von Zara Kids und Zara Italien wurde geändert, zudem stärkte das Unternehmen seine Struktur.

Zu diesem Zweck schuf es einen neuen internationalen Beirat und eröffnete Logistikzentren und Büros, um sein zukünftiges Wachstum zu konsolidieren. Diese Reorganisationsbemühungen fielen mit der Feier des fünfzigsten Geburtstags von Zara zusammen. Dieser Meilenstein verband Mode und Kultur durch eine Kunstinstallation von Es Devlin in A Coruña.

Hauptversammlung der Inditex-Aktionär:innen 2025, abgehalten am 15. Juli 2025 in Arteixo, A Coruña (Spanien). Bild: Screenshot

Parallel dazu erweiterte der Konzern seine internationale Präsenz mit strategischen Neueröffnungen. Das Engagement in den USA wurde mit dem ersten eigenständigen Zara Man-Geschäft und einem Flagshipstore in San Francisco verstärkt. Lefties wurde in Frankreich wieder eingeführt, während Stradivarius seinen Marktanteil in Europa mit dem Eintritt in Österreich und neuen Filialen in Deutschland und UK erweiterte. Amancio Ortega vergrößerte sein Investmentportfolio mit dem Erwerb von 49 Prozent der britischen PD Ports.

Im kreativen Bereich setzte Zara darauf, die Identität der Marke über den Einzelhandel hinaus zu stärken. In diesem Sommer brachte das Unternehmen eine Kapselkollektion zusammen mit dem ghanaischen Künstler Otis Kwame heraus. Es entwickelte seine ‘Fast-Couture’-Linie mit dem Projekt ‘The Process’ weiter. Darüber hinaus experimentierte die Marke mit erlebnisorientierten Formaten: von der Kapselkollektion, die mit dem ‘Butterbear’-Phänomen in Shanghai verbunden ist, bis zur Einführung des ‘Travel Mode’ in Spanien. Dieser kombiniert Mode und Lifestyle mit Reiseführern.

Der Sommer brachte jedoch auch arbeitsrechtliche Spannungen mit sich. Inditex sah sich mit Anzeigen der Gewerkschaft CGT bei der Arbeitsaufsichtsbehörde und einer Klage der Gewerkschaft konfrontiert. Außerdem erging ein Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen Zara über Anreize für Mitarbeiter:innen. Im Bereich Innovation überraschte das Unternehmen mit der Beteiligung an Theker Robotics (einem Start-up, das sich auf KI-gestützte Roboter spezialisiert hat). Das zeigt, dass sich die Strategie nicht nur auf Mode, sondern auch auf Spitzentechnologie konzentriert.

Mango: zwischen interner Erneuerung und internationaler Expansion

Für Mango waren die Sommermonate eine Zeit der Führungserneuerung und der Festigung seiner internationalen Präsenz. Mitte Juni gab das Unternehmen den Rücktritt von Jonathan Andic aus der Geschäftsführung bekannt. Dies markierte den Beginn einer Erneuerungsphase, die mit dem Wechsel bei Mango Woman fortgesetzt wurde, wo Luis Maseres durch Eva Gallego ersetzt wurde. Außerdem verstärkte das Unternehmen seinen Vorstand mit Helena Helmersson, der ehemaligen Geschäftsführerin von H&M.

Was die Ergebnisse betrifft, so schloss Mango die Saison mit einem Umsatzwachstum von zwölf Prozent ab. Die USA festigten sich als fünftgrößter Markt, nachdem dort eine Zahl von 50 eigenen Filialen erreicht wurden. Der Expansionsplan wurde auf Europa ausgeweitet, mit Neueröffnungen in Frankreich und Deutschland, wo es bereits sechs Filialen in Berlin gibt. Auch die an Jugendliche gerichtete Linie machte Fortschritte mit der Eröffnung der ersten Mango Teen-Filiale außerhalb Londons.

Die Diversifizierung des Angebots machte sich vor allem im Wohnbereich bemerkbar. Die Kette stärkte den Mango Home-Bereich mit der Eröffnung einer neuen Verkaufsfläche in Barcelona und der Ankündigung weiterer Eröffnungen in Madrid, Saragossa und Bilbao. So festigt sie ihre Präsenz in einem Segment, in dem sie sich etablieren will. Parallel dazu setzte das Unternehmen auf die Modernisierung des Einkaufserlebnisses mit neuen digitalen Tools: von einem Kund:innendienstkanal über WhatsApp bis hin zu einem virtuellen, auf künstlicher Intelligenz basierendem Stylisten.

Empfehlungen von ‘Mango Stylist’, bereitgestellt vom virtuellen Assistenten von Mango. Bild: Mango

Gleichzeitig unternahm Mango weitere Schritte in Richtung Nachhaltigkeit. Zuerst ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit Circulose ein, um recycelten Zellstoff aus Textilabfällen zu verwenden. Dann investierte es in The Post Fiber und stärkte damit sein Engagement für recycelte Fasern in seinen zukünftigen Kollektionen.

Die Ferien waren jedoch auch bei Mango nicht frei von Spannungen. Die Gewerkschaft CCOO prangerte die ihrer Ansicht nach einseitige und unzureichende Verbesserung der Vergütung für Sonn- und Feiertage an.

Tendam gewinnt mit Multiply Group an Stärke

Tendam ist nach der Übernahme von 67,91 Prozent seines Kapitals durch die Multiply Group in eine neue Phase der Expansion und Konsolidierung eingetreten. Diese Transaktion führte zu einer sofortigen Verbesserung der Kreditwürdigkeit von B+ auf BB+. Dies ist auf die finanzielle Unterstützung des neuen Partners und dessen langfristigen Investitionsansatz zurückzuführen.

Mit diesem Impuls begann das Unternehmen seine Internationalisierung durch eine Allianz mit den Shaws Galleries, um Cortefiel in Form von ‘Shop-in-Shops’ nach Irland zu bringen. Dort kamen zehn strategische Verkaufsstellen hinzu. Diese Expansion war jedoch nicht frei von Kontroversen: In Kantabrien prangerte die Gewerkschaft UGT die Arbeitsüberlastung in den Filialen an und bezeichnete die Einstellungspolitik des Unternehmens als Auslöser für krankheitsbedingte Ausfälle und interne Spannungen.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

FashionUnited nutzt Künstliche Intelligenz, um die Übersetzung von Artikeln zu beschleunigen und das Endergebnis zu verbessern. Sie helfen uns, die internationale Berichterstattung von FashionUnited einer deutschsprachigen Leserschaft schnell und umfassend zugänglich zu machen. Artikel, die mithilfe von KI-basierten Tools übersetzt wurden, werden von unseren Redakteur:innen Korrektur gelesen und sorgfältig bearbeitet, bevor sie veröffentlicht werden. Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@fashionunited.com


ODER ANMELDEN MIT
Inditex
Mango
Zara