Dolce & Gabbana einigt sich mit Banken über verletzte Kreditauflagen
Das italienische Luxusmodehaus Dolce & Gabbana hat sich mit seinem Bankenkonsortium darauf verständigt, die Verletzung von Kreditauflagen nicht zu sanktionieren und die Liquidität des Unternehmens zu stützen. Zuvor hatte der Konzern für das Geschäftsjahr zum 31. März 2026 erneut einen operativen Verlust und eine gestiegene Verschuldung ausgewiesen.
Wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, sank der Umsatz des Unternehmens in Privatbesitz um zwei Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. Das Wachstum der Beautysparte habe die schwächere Entwicklung im Kerngeschäft Mode teilweise ausgeglichen, teilte das Unternehmen mit. Der operative Verlust lag bei etwas mehr als 100 Millionen Euro.
Gestiegene Verschuldung verletzt Kreditauflagen
Die Nettofinanzverschuldung stieg zum 31. März 2026 auf 464,5 Millionen Euro, verglichen mit 379,6 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Damit verletzte der Konzern die Bedingungen, die an seine Bankkredite geknüpft sind.
Nach der neuen Vereinbarung verzichten die Banken des Konsortiums auf Sanktionen wegen der verletzten Auflagen und setzen die Überprüfung der Kreditbedingungen bis zum 31. März 2028 aus. Im Gegenzug hat Dolce & Gabbana zugesagt, außerordentliche Transaktionen umzusetzen, die die Liquidität stärken und die Nettoverschuldung bis März 2028 auf weniger als das Dreifache des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) senken sollen. Abgeschlossen sein sollen diese Transaktionen nach Unternehmensangaben bis Ende Juni 2027.
Lizenzverlängerung bringt frisches Geld
Bei der Suche nach frischem Kapital lässt sich der Konzern von der Investmentbank Rothschild & Co beraten. Geprüft werden dabei nach früheren Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens verschiedene Optionen, darunter der Verkauf von Immobilien. Bloomberg berichtete im Juni, Dolce & Gabbana wolle Immobilien in Mailand verkaufen und anschließend zurückmieten.
Rund 150 Millionen Euro hat das Unternehmen bereits eingenommen, indem es seinen langjährigen Brillenlizenzvertrag mit dem französisch-italienischen Hersteller EssilorLuxottica bis 2050 verlängert hat.
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