Denim-Marke Blue Fire Co. soll in Eigenverwaltung saniert werden
Die deutsche Bekleidungsmarke Blue Fire Co. steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Muttergesellschaft Sejour Moden GmbH beantragte beim Amtsgericht Krefeld nun ein Eigenverwaltungsverfahren, um das Denim-Label neu aufzustellen.
Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung wird Markus Küthe von der Kanzlei Heidemann Küthe Rechtsanwälte die Geschäftsführung während des Verfahrens als Generalbevollmächtigter unterstützen. Frank Schwarzer von der Kanzlei Andres Partner wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt.
Der Schritt sei „die Folge eines tiefgreifenden Strukturwandels im Modehandel“, heißt es in einer Mitteilung. „Zurückhaltender Konsum, höhere Kosten, wachsender Wettbewerb durch digitale Handelsplattformen und veränderte Vertriebswege setzen das Segment Denim-Damenmode stark unter Druck.“ Vor diesem Hintergrund habe das Unternehmen in den vergangenen Monaten bereits „Prozesse, Vertriebsstrukturen und Beschaffungsabläufe angepasst“. Die Eigenverwaltung soll nun „die Grundlage schaffen, diesen Kurs konsequent fortzusetzen“.
Die Frühjahr/Sommer-Kollektion kann nicht ausgeliefert werden
Unter Einbeziehung aller Beteiligten solle nun bis zum Jahreswechsel „ein Konzept entstehen, das die Grundlage für einen Relaunch von Blue Fire Co. im Jahr 2027 bildet“, teilte das Unternehmen mit. Im Mittelpunkt stünden dabei „die Weiterentwicklung des Markenprofils, eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur und zukunftsfähige Vertriebskonzepte“.
„Der operative Geschäftsbetrieb läuft während des Verfahrens weiter“, erklärte der Generalbevollmächtigte Markus Küthe in einer Mitteilung. „Die aktuelle Herbst/Winter-Kollektion wird wie geplant ausgeliefert. Das Unternehmen sei zudem „auf Nachbestellungen aus Lagerbeständen vorbereitet“. Allerdings werde die „bereits georderte Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 aus wirtschaftlichen Gründen nicht ausgeliefert“.
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