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Das plant der neue Eigentümer Steef Duijndam bei Gardeur

Allzu große Öffentlichkeit scheut der niederländische Unternehmer Steef Duijndam. Er lege eben „großen Wert auf seine Privatsphäre“, erklärte er im Interview mit FashionUnited. Immerhin verriet er, was er mit dem deutschen Hosenhersteller Gardeur vorhat, der seit Anfang Dezember zu seiner Unternehmensgruppe Duijndam gehört.

Erst einmal gilt es für ihn, das „Vertrauen der Branche“ in die Traditionsmarke, die im vergangenen Herbst Insolvenz angemeldet hatte, wieder herzustellen. Daran wirkt Duijndam persönlich mit: Er besucht Kunden im In- und Ausland, um sie von Gardeur zu überzeugen. Der neue Mutterkonzern werde den Hosenspezialisten mit den nötigen Mitteln ausstatten, um die Produktion und Auslieferung verlässlich aufrechterhalten zu können, sagte Duijndam.

Auch in der Firmenzentrale in Mönchengladbach ist er präsent. Dort ist nun Thomas Kültz, ein langjähriger Vertrauter Duijndams, den er als seine „rechte Hand“ bei der Leitung des Konzerns bezeichnet, für die Aufgabenfelder Finanzen, Planung und Controlling zuständig. Gerhard Kränzle, der langjährige CEO von Gardeur, kümmert sich um Design, Marketing und Vertrieb.

Um die Marke wieder auf Erfolgskurs zu bringen, setzt Duijndam auf ihre speziellen Werte: „Atelier Gardeur ist der einzige Hosenanbieter in der Branche, der alle Entwicklungsschritte im Unternehmen vereint – vom Entwurf bis zum fertigen Paar Hosen“, betonte er. Dieser Umstand garantiere die „hohe Qualität“ der Produkte. Um mit diesem „USP“ weiter punkten zu können, übernahm der neue Eigentümer nicht nur die deutschen Geschäftsteile von Gardeur, sondern auch die Fertigungsstätten in Tunesien, in denen insgesamt 1.250 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Wie es für die verbliebenen Angestellten in Deutschland weitergeht, ließ er erst einmal offen. Die Personalplanung hänge von den strategischen Konzepten ab – und die würden derzeit geprüft und „gegebenenfalls angepasst“, erklärte Duijndam. Den Auszubildenden gab er immerhin die Gewissheit, dass sie bis zum Abschluss bei Gardeur bleiben werden.

Foto: Atelier Gardeur Facebook-Page