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Dank Übernahme von About You: Zalando steigert Quartalsumsatz um fast 24 Prozent

Der Berliner Online-Modehändler Zalando SE hat das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 wie erwartet mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen und sein operativen Ergebnis gesteigert. Negative Sondereffekte sorgten allerdings für einen hohen Nettoverlust. Angesichts der aktuellen Resultate, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, hielt das Management an seinen Jahresprognosen fest.

Im Zeitraum von Januar bis März belief sich der Konzernumsatz auf knapp 3,0 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 23,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Großen Anteil am kräftigen Wachstum hatte die im vergangenen Sommer erfolgte Übernahme des E-Commerce-Unternehmens About You. Auf Pro-forma-Basis erhöhte sich der Umsatz nach Angaben des Konzerns um 3,4 Prozent. Außerdem sei „ein starkes Umsatzwachstum im B2B- und Retail-Media-Geschäft“ erzielt worden.

Das Bruttowarenvolumen (GMV) wuchs um 21,7 Prozent auf 4,29 Milliarden Euro. Auf Pro-forma-Basis stieg es um sechs Prozent. Die Zahl der aktiven Kund:innen erhöhte sich im Jahresvergleich um 18,8 Prozent auf 62,3 Millionen.

Der operative Gewinn übertrifft die Markterwartungen

Auch beim operativen Gewinn machte der Konzern im ersten Quartal Fortschritte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 38,7 Prozent auf 64,8 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analyst:innen. Der Konzern führte dies nicht zuletzt auf Synergie-Effekte in Höhe von zehn Millionen Euro im Zuge der About-You-Übernahme zurück. Das Unternehmen sei damit „auf Kurs, das Synergie-Ziel von 40 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2026 zu erreichen“, heißt es in einer Mitteilung.

„Unsere Ergebnisse für das erste Quartal spiegeln die finanzielle Disziplin wider, die wir bereits im Vorjahr gezeigt haben“, betonte Chief Financial Officer Anna Dimitrova. „Wir haben profitables Wachstum versprochen und erneut geliefert.“

Sondereffekte drücken den Konzern in die Verlustzone

Der Konzern musste allerdings hohe Einmalbelastungen verbuchen. So fielen Restrukturierungskosten in Höhe von insgesamt 96,8 Millionen Euro an, die vor allem aus der geplanten Schließung des Logistikzentrums in Erfurt resultierten.

Der ausgewiesene Verlust vor Zinsen und Steuern lag daher bei 79,7 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal ein positives EBIT von 21,4 Millionen Euro erzielt worden war. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust in Höhe von 87,6 Millionen Euro. Im Auftaktquartal 2025 hatte Zalando noch einen Überschuss von 9,9 Millionen Euro verbucht.

Das Management bestätigt seine Jahresprognosen

Co-CEO Robert Gentz zog ein insgesamt positives Fazit der vergangenen Monate. „Unser starkes erstes Quartal belegt die Stärke unserer Strategie. Wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten, die wir bei der Skalierung von KI-Innovationen und der Integration von About You machen“, erklärte er in einem Statement. „Unsere einzigartige Daten-und Infrastrukturplattform, die wir über 17 Jahre aufgebaut haben – darunter die umfangreichsten modespezifischen Daten in Europa sowie das führende europäische Logistiknetzwerk – ist in Verbindung mit KI ein enormer Vorteil.“

An seinen Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr hielt das Management fest, zumal das Unternehmen nach eigenen Angaben im ersten Quartal „keine wesentlichen operativen oder finanziellen Auswirkungen des andauernden Konflikts im Nahen Osten“ beobachtet hatte. Beim Umsatz und GMV werden demnach weiterhin Steigerungen um zwölf bis 17 Prozent gegenüber 2025 erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT soll 660 bis 740 Millionen Euro erreichen.


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