Dank Aufwärtstrend im zweiten Quartal: Hermès steigert Halbjahresumsatz

Der französische Luxusgüterkonzern Hermès hat seinen Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 trotz negativer Währungseffekte leicht gesteigert und die Markterwartungen übertroffen. Der Gewinn blieb im Jahresvergleich nahezu unverändert. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die das Unternehmen am Mittwoch veröffentlichte.

Demnach belief sich der Konzernumsatz in den Monaten Januar bis Juni auf 8,16 Milliarden Euro. Das entsprach einem Wachstum um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen erhöhten sich die Erlöse um 6,1 Prozent. Das kleine Plus verdankte das Unternehmen einer Umsatzsteigerung im zweiten Quartal (+4,8 Prozent, währungsbereinigt +6,7 Prozent), nachdem die Erlöse in den ersten drei Monaten des Jahres rückläufig gewesen waren (-1,4 Prozent, währungsbereinigt +5,6 Prozent).

Die Erlöse mit Lederwaren wachsen kräftig

Wachstumstreiber war die Kategorie Lederwaren, deren Umsatz im ersten Halbjahr um 5,1 Prozent (währungsbereinigt +9,8 Prozent) auf 3,76 Milliarden Euro zulegte. Positiv entwickelte sich auch der Bereich Seide und Textilien mit einem Plus von 4,8 Prozent (währungsbereinigt +9,7 Prozent) auf 469 Millionen Euro.

Die Erlöse mit Ready-to-wear und Accessoires gingen hingegen um 2,5 Prozent auf 2,20 Milliarden Euro zurück (währungsbereinigt +2,0 Prozent). In der Kategorie Parfüm und Kosmetik sank der Umsatz um 6,1 Prozent (währungsbereinigt -4,5 Prozent) auf 233 Millionen Euro, im Bereich Uhren schrumpft er um 4,2 Prozent (währungsbereinigt +0,2 Prozent) auf 269 Millionen Euro. Die übrigen Produktkategorien, zu denen etwa Schmuck und Einrichtungsartikel zählen, kamen zusammen auf einen Umsatz von 1,06 Milliarden Euro und übertrafen das entsprechende Vorjahresniveau damit um 0,8 Prozent (währungsbereinigt +5,4 Prozent).

Negative Währungseffekte belasten die Umsatzentwicklung in wichtigen Märkten

Die einzelnen Marktregionen entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich. In Europa stieg der Konzernumsatz um 4,9 Prozent (währungsbereinigt +6,0 Prozent) auf 1,92 Milliarden Euro, in Amerika wuchs er um 8,9 Prozent (währungsbereinigt +15,3 Prozent) auf 1,58 Milliarden Euro.

In Asien, der wichtigsten Region des Konzerns, verfehlten die Erlöse mit 4,33 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 1,3 Prozent, währungsbereinigt legten sie aber um 4,0 Prozent zu. Im Nahen Osten sank der Umsatz um 8,9 Prozent (währungsbereinigt -4,2 Prozent) auf 330 Millionen Euro. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen habe sich die Region aber „bemerkenswert widerstandsfähig“ gezeigt, betonte das Unternehmen.

Der Konzern geht zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis lag in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 3,35 Millionen Euro und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Prozent. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn belief sich auf 2,24 Milliarden Euro und blieb damit nahezu konstant (-0,4 Prozent).

Executive Chairman Axel Dumas bezeichnete die vorliegenden Resultate als „solide“. Angesichts des Aufwärtstrends im zweiten Quartal blicke der Konzern nun „mit Zuversicht“ auf die zweite Jahreshälfte.


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