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COP26: Kommunikation ist treibende Kraft bei Klimaproblemen der Modebranche

Von Rachel Douglass

10. Nov. 2021

Business

Bild: COP26

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat neue Visionen, Erkenntnisse und Empfehlungen dazu vorgelegt, wie wichtig Kommunikationsänderungen für die Modebranche sind, um sich an den wissenschaftlich fundierten Zielen des Pariser Abkommens zu orientieren. Die Aussage spiegelt sich in der erneuerten Charta der Modebranche für den Klimaschutz (Fashion Charter) wider, die eine Verpflichtung enthält, die Kommunikation von Branche und Verbrauchenden an den entsprechenden Zielen zu messen.

Der Bericht wurde im Rahmen der UN-Klimakonferenz (UNFCCC) als Teil der Global Climate Action-Veranstaltung „Fashion Industry Race to Zero“ während der laufenden UN-Klimakonferenz (COP26) vorgestellt.

„Konsum ist ein zentraler Bestandteil der Verringerung der Klimaauswirkungen, von der Menge der neu gekauften Produkte bis hin zum CO2-Fußabdruck, den wir bei der Nutzung dieser Produkte hinterlassen“, sagte der stellvertretende Direktor der Wirtschaftsabteilung des UNEP, Steven Stone, in einer Erklärung. „Wir müssen zusammenarbeiten, um alle im Modesektor-Aktiven auf den 1,5-Grad-Pfad des Pariser Abkommens auszurichten.“

Ein zentraler Punkt der Konferenz war, dass der Kommunikationswandel der entscheidende Faktor dafür sei, wie die Mode auf das Klima reagiere und zu den Zielen des Pariser Abkommens beitragen könne. Eine Beratung von UNEP führte zu den erneuerten Zielen der Fashion Charter, an der sich über 160 Organisationen aus der gesamten Wertschöpfungskette beteiligten.

Mit diesen neuen Verpflichtungen wird das Potenzial der Modebranche anerkannt, Nachhaltigkeit durch Kommunikation in einer Weise zum Leben zu erwecken, die bisher nicht in Betracht gezogen wurde.

Zu den Unterzeichnenden der Fashion Charter, die als Kollektiv einen bedeutenden Teil der Modebranche darstellen, gehören Unternehmen wie Burberry, H&M Group, VF Corporation, Adidas, Kering, Chanel und Nike sowie eine Reihe zuliefernder Betriebe.

Zu den erneuerten Verpflichtungen gehörte ein Dekarbonisierungsplan zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. In der Charta wurde eine Strategie zur gemeinsamen Entwicklung des Plans festgelegt, die den Einsatz praktischer Instrumente zur Erreichung der Reduktionsziele vorschlägt. Dazu gehört auch die Zusage, bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, was eine Aktualisierung des früheren Ziels von 30 Prozent bis 2030 bedeutet.

Weitere Verpflichtungen im Rahmen der Charta betrafen unter anderem die Beschaffung von 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030, die Beschaffung umweltfreundlicher Rohstoffe und den Ausstieg aus Kohle in der Lieferkette bis 2030.

Antrag auf Änderung der Richtlinien

Darüber hinaus unterstützen weitere 50 Mode- und Textilunternehmen die Forderung der Textile Exchange nach Richtlinien, die Anreize für die Verwendung umweltfreundlicher Materialien schaffen. In einem Antrag, den die Organisation ebenfalls im Rahmen von COP26 vorstellte, werden Vorzugstarife für Materialien wie Biobaumwolle und Recyclingfasern gefordert.

Man hofft, dass eine Handelspolitik zu besseren Praktiken bei der Beschaffung von Rohstoffen anregt und den Modeunternehmen einen größeren Anreiz gibt, ihre Umweltauswirkungen zu verringern.

Der Antrag unterstützt das Ziel der Textile Exchange, die Treibhausgasemissionen aus der Produktion von Textilfasern und -materialien bis 2030 um 45 Prozent zu reduzieren.

Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.uk.