Boykott in China belastet LVMH-Geschäft – Aktie verliert

Ein Boykott in China hat dem französischen Luxuskonzern LVMH einen Umsatzrückgang bei Mode und Leder eingebrockt. Im dritten Quartal lag der Erlös der Sparte auf vergleichbarer Basis fünf Prozent niedriger als im Vorjahr, wie der Konzern am Montag nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Konzernweit wuchs der Erlös dadurch nur um gut ein Prozent auf 18,5 Milliarden Euro und verfehlte auf organischer Basis die durchschnittlichen Erwartungen von Analyst:innen. Für die LVMH-Aktie ging es daraufhin im nachbörslichen Handel abwärts.

Viele Chines:innen hatten die Hauptmarke Louis Vuitton im Juli und August boykottiert, nachdem diese einen Marken-Rechtsstreit gegen den heimischen Teehersteller Molly Tea gewonnen hatte. Manch eine:r hielt es für unfair, dass der Weltkonzern den viel kleineren Teehersteller vor Gericht gezerrt hatte. Die Mode- und Ledersparte habe unter einer rückläufigen Nachfrage in China gelitten, schrieb LVMH.

Im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate verlor die LVMH-Aktie am Abend mehr als zwei Prozent. An der Börse hat sie im laufenden Jahr schon mehr als 40 Prozent eingebüßt. Ein Großteil der Luxusbranche bekommt den Rückgang der Nachfrage zu spüren. Aber kein anderer der großen Konzerne hat an der Börse so viel an Wert verloren wie LVMH.


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