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Börse: Wie reagiert die europäische Mode auf den Krieg im Iran?

Große europäische Modeunternehmen halten den Atem an. Sie warten ab, wie sich die Märkte und ihre Aktien nach dem Ausbruch des neuen militärischen Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran entwickeln werden. Der Krieg hat in der Region am Persischen Golf für Instabilität gesorgt. Seit vergangenem Samstag ist die Lage von Unsicherheit geprägt, die sich am Montag auf die Märkte ausweitete.

In der Modebranche scheint die Entwicklung der großen globalen börsennotierten Unternehmen am Montag die erwarteten wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts in der Golfregion je nach geografischer Lage genau vorherzusagen. Die Aktien europäischer Modeunternehmen fielen ohne Ausnahme. Von Massenmarkt-Anbieter:innen bis hin zu Spezialist:innen für Luxus und Sportbekleidung verzeichneten sie während der Handelssitzung Rückgänge zwischen vier und mehr als sechs Prozent. Die US-amerikanische Modebranche hingegen scheint keine nennenswerten Auswirkungen des Kriegsausbruchs im Iran auf ihre Geschäftstätigkeit zu erwarten.

Der Grund für diese unterschiedliche Entwicklung der Modeunternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks liegt in den kommerziellen Spannungen. Diese Spannungen belasten durch die Instabilität in der Golfregion die Wertschöpfungsketten des Sektors. Diese Lieferketten werden die Transporte von Asien und Indien in den Nahen Osten, den Mittelmeerraum, Europa sowie die US-amerikanische Ostküste beeinträchtigen. Logistikunternehmen wie Maersk reagieren derweil bereits auf die Situation und leiten ihre Schiffe von der Straße von Hormus und dem Suezkanal zum Kap der Guten Hoffnung um.

Insgesamt dürften die USA von den Unruhen am Golf, die durch ihr eigenes und das israelische Militär verursacht wurden, allerdings nicht so stark betroffen sein. Sie profitieren von ihrer zusätzlichen Anbindung an die asiatischen Produzenten über den Pazifischen Ozean. Dieser geostrategische Vorteil, kombiniert mit der zunehmenden Verlagerung der Produktion in nahegelegene Länder (Nearshoring) durch US-Unternehmen und der Energieunabhängigkeit des Landes vom Öl aus der Golfregion, ermöglicht es großen nordamerikanischen Modefirmen, die Auswirkungen des Konflikts abzumildern.

Betrachtet man, wie sich der Konflikt im Iran auf die Aktienkurse der großen börsennotierten Modeunternehmen auszuwirken beginnt, so war die Entwicklung des Sektors am vergangenen Montag uneinheitlich. Das Spektrum reichte von einem leichten Anstieg der Aktien des US-amerikanischen Unternehmens Tapestry (+0,61 Prozent) bis zu einem starken Rückgang beim deutschen Unternehmen Puma (-6,23 Prozent). Dazwischen lagen bemerkenswerte Fälle. Dazu gehören der stagnierende Schlusskurs des schweizerischen Sportartiklers On (+0,60 Prozent), das in den USA börsennotiert ist; die Rückgänge der spanischen Unternehmen Puig (-4,09 Prozent) und Inditex (-4,78 Prozent); die Verluste der französischen Unternehmen Hermès (-4 Prozent), LVMH (-4,34 Prozent) und Kering (-5 Prozent); und der Kurssturz von Capri Holdings (-5,07 Prozent). Capri Holdings verzeichnete aufgrund seiner besonderen Abhängigkeit von den europäischen und asiatischen Märkten den größten Rückgang für ein US-Unternehmen.

Börsenentwicklung der großen börsennotierten Modeunternehmen, 2. März 2026

  • Tapestry, 155,47 - 156,42 US-Dollar (+0,61 Prozent)
  • On Holding, 46,48 - 46,76 US-Dollar (+0,60 Prozent)
  • Gap, 28,04 - 28,15 US-Dollar (+0,39 Prozent)
  • Nike, 61,77 - 61,01 US-Dollar (-1,23 Prozent)
  • Prada, 43,68 - 43,10 Hongkong-Dollar (-1,32 Prozent)
  • H&M, 192,70 - 185,50 Schwedische Kronen (-3,73 Prozent)
  • Hermès, 2.049 - 1.967 Euro (-4 Prozent)
  • Salvatore Ferragamo, 6,75 - 6,48 Euro (-4 Prozent)
  • Puig, 16,36 - 15,69 Euro (-4,09 Prozent)
  • Adidas, 158,20 - 151,35 Euro (-4,33 Prozent)
  • Burberry, 1.163 - 1.112,50 Pence (-4,34 Prozent)
  • LVMH, 544,10 - 520,50 Euro (-4,34 Prozent)
  • Fast Retailing (Uniqlo), 67.750 - 64.770 Euro (-4,39 Prozent)
  • Zalando, 20,75 - 19,83 Euro (-4,43 Prozent)
  • Inditex, 56,82 - 54,10 Euro (-4,78 Prozent)
  • Kering, 285,90 - 271,50 Euro (-5 Prozent)
  • Capri Holdings 20,51 - 19,47 US-Dollar (-5,07 Prozent)
  • Richemont, 157,25 - 148,25 Schweizer Franken (-5,72 Prozent)
  • Puma, 23,76 - 22,28 Euro (-6,23 Prozent)

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