Birkenstock-Großaktionär L Catterton verkauft Aktien für rund eine Milliarde US-Dollar

Der Finanzinvestor L Catterton trennt sich von einem Birkenstock-Aktienpaket im Wert von etwa einer Milliarde US-Dollar. Die Hälfte dieser Aktien soll der Sandalenhersteller selbst zurückkaufen. Mit dem Abschluss der Transaktion, der für diesen Montag vorgesehen ist, würde der Anteil des Investors unter 50 Prozent sinken.

Das Angebot umfasst 25,5 Millionen Stammaktien zu einem öffentlichen Angebotspreis von 39,35 US-Dollar je Aktie, teilte die Birkenstock Holding plc am Donnerstag mit. Verkäuferin ist die BK LC Lux MidCo S.à r.l., ein mit L Catterton verbundenes Unternehmen. Eine Option räumt der begleitenden Bank J.P. Morgan das Recht ein, innerhalb von 30 Tagen weitere 3,8 Millionen Aktien von der Verkäuferin zu erwerben.

Birkenstock selbst gibt keine Aktien ab und erhält aus dem Verkauf auch kein Geld. Bei einer solchen Zweitplatzierung wechseln bereits bestehende Aktien vom Großaktionär zu neuen Anteilseigner:innen, das Unternehmen ist an dem Geschäft finanziell nicht beteiligt. Abgeschlossen werden soll die Transaktion an diesem Montag, eine Bestätigung des Vollzugs stand am Vormittag noch aus.

Birkenstock will rund 12,76 Millionen der angebotenen Aktien selbst zurückkaufen, also genau die Hälfte, und dafür 39,18 US-Dollar je Aktie zahlen, den Preis, den auch die Bank der Verkäuferin zahlt. Angekündigt hatte das Unternehmen dafür einen Rahmen von bis zu 500 Millionen US-Dollar. An die Börse gelangt damit nur die andere Hälfte. Der Rückkauf steht unter dem Vorbehalt, dass die Platzierung vollzogen wird. Die zurückgekauften Papiere sollen anschließend eingezogen werden.

Dem Verkauf ging ein starkes Quartal voraus. Birkenstock steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis zum 30. Juni um 13 Prozent auf 719,5 Millionen Euro und hob daraufhin die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 an, während Zölle und Währungseffekte die Bruttomarge drückten.

Einer Prospektergänzung zufolge, die Birkenstock bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat, hielt L Catterton zuletzt 55,9 Prozent und damit die Mehrheit. Nach Abschluss der Transaktion sinkt der Anteil auf 44,75 Prozent, bei vollständiger Ausübung der Option auf 42,43 Prozent. An der Beteiligungsgesellschaft sind die Familie Arnault über Financière Agache sowie LVMH beteiligt. Anfang August hatte Alexandre Arnault sein Mandat im Board of Directors des Schuhherstellers niedergelegt. Die operative Zentrale liegt in Linz am Rhein, die börsennotierte Holding hat ihren Sitz in London.

Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt.


ODER ANMELDEN MIT
Birkenstock
L Catterton