Bestseller entlässt 750 Mitarbeiter in Dänemark

Der Bekleidungskonzern Bestseller hat 750 Mitarbeiter in seinem Heimatsmarkt Dänemark entlassen nachdem die Umsätze in den vergangenen Wochen gesunken sind.

Die durch die Ausbreitung von Covid-19 verursachte wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben Anders Holch Povlsen etwa 100 Millionen Dänische Kronen (13,4 Millionen Euro) pro Tag gekostet, schreibt die dänische Zeitung Borsen in einem Bericht am Sonntag. Die Nachfrage der Konsumenten litt stark, Kunden blieben den von Bestseller selbst betriebenen Stores und den Läden, die der dänische Konzern mit seinen Marken wie Vero Moda, Jack & Jones und Only beliefert.

“China ist vielleicht besser mit dem Corona-Infektionen umgegangen als in Europa, aber ich glaube auch, dass es uns in Dänemark sehr gut geht”, sagte Povlsen laut der Webseite Finans. “Aufgrund der jüngsten Erfahrungen aus China rechnen wir in Europa jetzt sechs bis acht Wochen ohne Umsatz. Dann müssen wir wieder anfangen. Mit jedem Tag und jeder Woche, die wir stillstehen, wird dies umso schwieriger.”

Bestseller prüft weiteren Stellenabbau international

In Dänemark wurden laut Finans 2.400 Mitarbeiter am Montag vorübergehend nach Hause geschickt; der Modekonzern prüft nun auch Stellenkürzungen im Ausland und inwieweit er Hilfspakete von Regierungen verschiedener Länder in Anspruch nehmen kann.

Bestseller versuche sich derzeit einen umfassenden Überblick über seine Aktivitäten zu verschaffen, auch in den anderen Ländern, sagte Povlsen. “Wir prüfen alle Möglichkeiten. Aber ich muss schon jetzt sagen, dass wir in zwölf Monaten nicht mehr an derselben Stelle stehen werden. Dann wird es schwieriger als je zuvor. Deshalb müssen wir vorsichtig sein”, sagte Povlsen.

Das Unternehmen hat sich bisher noch nicht auf eine Nachfrage von FashionUnited geäußert.

Bestseller A/S hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 ein kräftiges Umsatzwachstum erzielt. Demnach lagen die Erlöse bei umgerechnet 3,5 Milliarden Euro und damit um sieben Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Gewinn vor Steuern schrumpfte um drei Prozent auf 372 Millionen Euro.

Bild: Jack & Jones

 

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