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Berliner Damenmodelabel Nove gibt auf

Von Simone Preuss

29. Aug. 2022

Business

Bild: Nove Website

Das im Januar 2020 kurz vor der Coronapandemie gegründete Damenmodelabel Nove muss aufgeben. In einem auf der Website veröffentlichten Brief an ihre Kundinnen erklärt Gründerin Janina Waschkowski, wie es dazu kommen konnte.

„Nach einem überwältigenden Start erzielte Nove immer wieder stabile Umsätze, worauf ich sehr stolz bin, denn es schien ein Beweis für das Konzept zu sein, das dahinter steckt - eine Garderobe zu haben, die sich dem Körper in allen Lebensphasen anpasst“, erklärt Waschkowski.

Doch dann folgte, wovon viele kleine Modemarken ein Lied singen können - seit Beginn der Pandemie hatten sie mit Lieferengpässen bei Material und Produktion zu kämpfen, da gerade kleine zuliefernde Betriebe stark betroffen waren.

Nach Monaten des Weiterarbeitens und Jonglieren verschärfte sich die politische und wirtschaftliche Situation, was zu exponentiell gestiegenen Materialkosten führte. „Einige unserer Hauptlieferanten waren gezwungen, ihre Mindestbestellmengen in einer Weise zu erhöhen, mit der wir nicht mithalten konnten, und einer unserer Hauptproduzenten musste sein Geschäft schließen“, berichtet Waschkowski.

„Die Gewinnspannen bei Nove waren immer so knapp wie möglich kalkuliert, um sicherzustellen, dass wir die beste Qualität zum niedrigsten Preis anbieten. Ich habe immer daran geglaubt und glaube immer noch an die Idee, dass nachhaltiges Wirtschaften möglich sein kann. Aber jetzt ist Nove finanziell nicht mehr tragfähig. In den letzten Monaten habe ich versucht, so gut wie möglich auszugleichen, aber heute muss ich Ihnen mitteilen, dass ich das nicht länger aufrechterhalten kann“, fügt Waschkowski hinzu.

Sie endet mit einer Danksagung an all ihre Kundinnen und weist auf den Ciao Nove!-Ausverkauf hin, durch den die Restbestände minimiert werden sollen.

Nove entstand, als Waschkowski mit ihrem ersten Kind schwanger war und keine Kleidung finden konnte, die sie über die Schwangerschaft hinaus hätte tragen können. Zudem war die meiste Umstandsmode auf dem Markt aus einfachen oder minderwertigen Materialien gemacht, da die Kleidung nur für einen Zweck gedacht war - zum Tragen während der Schwangerschaft und nicht darüber hinaus. So entschied sich Waschkowski, Kleidung anzubieten, die sich der wechselnden Körpergröße von Frauen anpassen würde.

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