Bekleidungshändler Peacock meldet Insolvenz an

Die Pleitewelle im deutschen Textileinzelhandel reißt nicht ab. Am vergangenen Donnerstag musste nun auch die im westfälischen Borken ansässige Peacock Moden GmbH einen Insolvenzantrag stellen. Das Amtsgericht Münster habe daraufhin das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet und Stefan Meyer zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt, teilte die Kanzlei Pluta Rechtsanwalts GmbH, bei der Meyer als geschäftsführender Gesellschafter tätig ist, am Montag mit. Meyer ist ein ausgewiesener Fachmann für Insolvenzen in der Textilbranche. So fungiert er derzeit auch als gerichtlich bestellter Sachwalter beim angeschlagenen Bekleidungskonzern Gerry Weber.

Der Geschäftsbetrieb von Peacock wird vorerst uneingeschränkt fortgesetzt

Peacock verfügt derzeit über 14 eigene Läden und acht von Franchise-Partnern geführte Geschäfte in West- und Norddeutschland. Als Grund für den Insolvenzantrag wurden „Liquiditätsengpässe aufgrund von drohenden Zahlungsausfällen ihrer Geschäftspartner“ angeführt. „Der Geschäftsbetrieb wird ohne Einschränkungen in allen Filialen fortgeführt. Die Kunden werden von der Insolvenz nichts spüren und sind eingeladen wie gewohnt in den Filialen einzukaufen“, erklärte Meyer in einer Mitteilung. Die Gehälter der 111 Arbeitnehmer seien vorerst „über das Insolvenzgeld gesichert“.

Der vorläufige Insolvenzverwalter will sich nun um eine Zukunftslösung für Peacock bemühen: „Wir haben bereits damit begonnen, uns einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche und juristische Lage des Unternehmens zu verschaffen. Auf dessen Fundament soll sodann das Sanierungsprogramm aufgesetzt werden“, erklärte Meyer. dabei setze er „auch weiterhin auf die tatkräftige und engagierte Unterstützung des Geschäftsführers und Gesellschafters Manfred Brockherde“.

Foto: Peacock Moden Facebook-Page

 

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