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Bekleidungs- und Schuhindustrie schlägt grünes Konjunkturprogramm für Europa vor

Von Anna Zwettler

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Der Policy Hub, eine gemeinsame Initiative der Sustainable Apparel Coalition, des Verbandes der Europäischen Sportartikelindustrie und der Global Fashion Agenda, hat einen Entwurf für ein grünes Konjunkturprogramm für Europa veröffentlicht.

Der den europäischen Behörden vorgelegte Vorschlag, der dem kürzlich von der Europäischen Kommission herausgegebenen Konjunkturplan folgt, umreißt sieben Prinzipien, die für eine grüne Erholung der Branche notwendig sind.

"Die Covid-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft erschüttert. Die Bekleidungs-, Textil- und Schuhindustrie bildet da keine Ausnahme. Diese Krise fällt mit Nachhaltigkeitsprogrammen zusammen, Verpflichtungen sind zunehmend zur Branchennorm geworden, und es werden Schritte hin zu einer Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität unternommen", sagte Baptiste Carriere Pradal, Vorsitzender des Policy Hub, in einer Erklärung. "Die Umstellung der Wirtschaft auf eine zunehmend zirkuläre Wirtschaft erfordert alle Hände voll zu tun und ist eine gemeinsame Anstrengung von Bürgern, Industrie und Politikern, die sowohl auf bestehenden Verpflichtungen als auch auf neuen Initiativen gemeinsam aufbauen können.

Die sieben Prinzipien sind unterteilt in kurzfristige Maßnahmen und mittlere bis langfristige Maßnahmen und dienen der wirtschaftlichen Erholung und fördern die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.

Zu den kurzfristigen Maßnahmen, die innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert werden sollten, gehören die Nutzung kurzfristiger staatlicher Unterstützung, um grünes Engagement und grüne Verpflichtungen voranzutreiben, die Bereitstellung maßgeschneiderter Unterstützung für Unternehmen, die mit der Kreislaufwirtschaft in Verbindung stehen, und die Förderung einer Verlagerung der Nachfrage hin zu grüneren Entscheidungen und zur Kreislaufwirtschaft.

In der Zwischenzeit sollten die mittel- bis langfristigen Maßnahmen innerhalb von fünf Jahren umgesetzt werden und Folgendes beinhalten: die Unterstützung innovativer kohlenstoffarmer Aktivitäten zur Beschleunigung von erneuerbaren Energien in Europa, die Beschleunigung der Zirkularität durch Hilfe beim Ausbau von Technologien und der Schaffung von Infrastrukturen für das Recycling, die Förderung von zirkulärem Design und nachhaltigeren Materialmischungen und die Schaffung von Anreizen für mehr Transparenz, um den Übergang zur Zirkularität zu beschleunigen.

Der Vorschlag für den grünen Konjunkturplan entstand aus Beiträgen und Diskussionen mit Partnern des Policy Hub und seinen Mitgliedern, darunter mehr als 300 Marken, Einzelhändler, Hersteller und andere Interessengruppen.

Amina Razvi, Geschäftsführerin der Sustainable Apparel Coalition, fügt hinzu: "Die sieben Schlüsselprinzipien, die der Policy Hub entwickelt hat, bieten eine starke Grundlage für die Entwicklung des grünen Konjunkturprogramms der EU. Auf der Grundlage von Branchenkenntnissen können diese kurz- und mittelfristigen Maßnahmen eine solide gesetzgeberische Agenda, die einen nachhaltigen Wandel vorantreibt, effektiv anleiten".

Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf Fashionunited.uk.

Bild: Audiovisual Service Lukasz Kobus / Jennifer Jacquemart | European Union, 2019

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