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Aufatmen: Was das Handelsabkommen zwischen den USA und Indien für die Textil- und Bekleidungsindustrie bedeutet

Das Jahr 2026 ist noch keine zwei Monate alt und scheint bereits vielversprechend für Handelsabkommen zu sein. Die Tinte unter der „Mutter aller Handelsabkommen“ - das am 27. Januar unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien - ist kaum getrocknet und schon rückt ein weiteres Abkommen in den Mittelpunkt: Der indische Premierminister Narendra Modi und US-Präsident Donald Trump kündigten am 2. Februar ein wegweisendes Handelsabkommen an, das eine Welle des Optimismus in der Textil- und Bekleidungsbranche auslöste.

Nach einer Phase von Strafzöllen, die aufgrund geopolitischer Spannungen bis zu 50 Prozent erreichten, wird die Senkung der gegenseitigen Zölle auf 18 Prozent als entscheidende Rettungsleine gefeiert. Für eine Branche, die erheblich zum indischen Bruttoinlandsprodukt beiträgt und Millionen von Menschen beschäftigt, ist dieses Abkommen mehr als nur eine finanzielle Anpassung; es ist eine Wiederherstellung der globalen Position Indiens.

Wiederherstellung der globalen Wettbewerbsfähigkeit

Daher ist die unmittelbare Stimmung in den Branchenverbänden von tiefer Erleichterung geprägt. Die hohe Zollmauer hatte indische Bekleidung zuvor aus dem US-amerikanischen Markt verdrängt und es Wettbewerber:innen in Südostasien ermöglicht, an Boden zu gewinnen. Laut Ashwin Chandran, dem Vorsitzenden der Confederation of Indian Textile Industry (CITI), zitiert in ANI News, ermöglicht der Satz von 18 Prozent indischen Hersteller:innen endlich wieder aufzuatmen: „Diese Zollsenkung wird sicherstellen, dass unsere Textil- und Bekleidungsexporteur:innen wieder in der Lage sind, auf dem US-Markt effektiv zu konkurrieren. Dieser ist der größte Einzelmarkt für Indiens Textil- und Bekleidungsexporte.“

Über die Bilanzen hinaus wird erwartet, dass das Abkommen die Produktionsmotoren in wichtigen Zentren wie Tiruppur und Noida wieder ankurbelt. Auf dem Höhepunkt des Zollstreits waren viele Fabriken gezwungen, mit reduzierter Kapazität zu arbeiten. Dies führte zu weit verbreiteten Sorgen um die Arbeitsplatzsicherheit. Der CITI-Vorsitzende betonte laut The Hindu weiterhin die sozialen Auswirkungen des Abkommens und fügte hinzu: „Dieses Abkommen wird auch sicherstellen, dass die Fabriken wieder auf Hochtouren laufen und die Schaffung von Arbeitsplätzen wieder das frühere Niveau erreicht.“

Strategischer Vorteil gegenüber Konkurrenz in der Region

Marktanalyst:innen deuten darauf hin, dass der neue Zollsatz von 18 Prozent Indien einen „geringfügigen, aber signifikanten“ Vorteil gegenüber seiner engsten Konkurrenz verschaffen wird. Länder wie Bangladesch und Vietnam dominieren seit langem den Niedrigpreissektor für Bekleidung. Sie sehen sich derzeit US-Zöllen in Höhe von etwa 20 Prozent gegenüber. Berichten in The Times of India zufolge sieht die Branche dies als eine strategische Chance: „Mit 18 Prozent wird die Abgabe auf indische Bekleidung geringfügig niedriger sein als die 20 Prozent, die für in Bangladesch oder Sri Lanka hergestellte Produkte anfallen.“

Branchenexpert:innen halten das Timing direkt vor dem Sommer-Orderzyklus für ausgezeichnet und hoffen auf eine Rückkehr zu zweistelligem Wachstum. Zudem verhindert die jüngste Entwicklung eine langfristige Verlagerung westlicher Einkäufer:innen zu anderen Beschaffungszielen. Prabhu Dhamodharan, Organisator der Indian Texpreneurs Federation (ITF), gab im Business Standard einen optimistischen Ausblick auf die Erholung: „Ab dem Geschäftsjahr 27 kann der Sektor ein monatliches zweistelliges Wachstum bei den Exporten von Bekleidung und Heimtextilien verzeichnen. Dies wird die monatliche Exportrate für Bekleidung auf 1,5 bis 1,6 Milliarden US-Dollar (1,40 bis 1,49 Milliarden Euro) anheben.“

Stärkung der Lieferketten

Das Abkommen wird auch als Katalysator für tiefere Investitionen in die indische Produktionslandschaft gesehen. Große Konzerne mit bedeutender Präsenz in beiden Ländern betrachten das Abkommen als Grundlage für stärker integrierte Geschäftsabläufe. „Wir sehen, dass dieses Abkommen dazu beiträgt, widerstandsfähigere Lieferketten zu gestalten, Fertigungsmöglichkeiten zu erschließen und die langfristige wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sowohl in den USA als auch in Indien zu fördern“, kommentierte Kumar Mangalam Birla, Vorsitzender der Aditya Birla Group, laut The Hindu.

Ein vorsichtiger Weg nach vorn

Nachdem das Handelsabkommen zwischen Indien und den USA monatelang festgefahren war, überraschte Trumps Ankündigung viele. Andere weisen auf den Druck hin, welchen das Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU auf die Trump-Regierung ausübte. Schließlich würde es die US-Wirtschaft hart treffen, wenn Indien mehr europäische Waren anstelle von US-amerikanischen kaufen würde.

Das Handelsabkommen könnte jedoch seinen Preis haben. Wie bereits angedeutet und von Trump in seinem Social-Media-Beitrag auf Truth Social wiederholt, könnten die USA von Indien verlangen, die Rohölimporte aus Russland einzustellen. Während Modi die Ankündigung des gesenkten Zolls auf indische Waren begrüßte, erwähnte er nichts über Rohölimporte aus Russland.

Vorerst ist die Stimmung in Indien jedoch feierlich. Die Aktienmärkte und die Rupie haben angesichts der jüngsten Entwicklung bereits zugelegt. „Obwohl der Teufel im Detail steckt, beseitigt es ein Damoklesschwert über dem Rupien-, Aktien- und Zinsmarkt. Hoffen wir, dass es ein Win-Win-Abkommen für beide Länder ist“, fasste Fondsmanager Nilesh Shah laut BBC zusammen.

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