Associated British Foods plant Abspaltung von Primark
Der britische Mischkonzern Associated British Foods (ABF) hat einen konkreten Plan zur Abspaltung der Einzelhandelssparte Primark von seinen Lebensmittelaktivitäten verkündet. Vorausgegangen war eine umfassende strategische Überprüfung, die im November 2025 eingeleitet wurde. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, soll die Abspaltung vor Ende des Kalenderjahres 2027 abgeschlossen werden. Der größte Anteilseigner von ABF, Wittington Investments, unterstütze den Plan und beabsichtige, die Mehrheitsbeteiligung an beiden Unternehmen zu behalten.
Der Verwaltungsrat des Konzerns begründete das Vorhaben damit, dass sich die Managementteams der beiden Unternehmen nach der Trennung gezielter auf die spezifischen Branchendynamiken und strategischen Prioritäten konzentrieren könnten. ABF-Chairman Michael McLintock erklärte, dass dieser Schritt der beste Weg sei, um die langfristigen Renditen für die Anteilseigner:innen zu maximieren. Der Plan spiegele die aktuelle Größe von Primark wider und biete eine klarere Investitionsperspektive für das Lebensmittelgeschäft.
Nach dem Vollzug der Trennung soll George Weston CEO des Lebensmittelgeschäfts bleiben, das den Namen Associated British Foods Plc behalten wird. Zum CEO von Primark wurde Eoin Tonge ernannt.
ABF bilanziert ein „herausforderndes Halbjahr“
Neben seinen Zukunftsplänen präsentierte der Konzern auch die Resultate für den 24-Wochen-Zeitraum vor dem 28. Februar. Demnach erlebte die Unternehmensgruppe ein herausforderndes erstes Halbjahr. Der Umsatz im Einzelhandelssegment Primark wuchs zwar um vier Prozent (währungsbereinigt +2 Prozent) auf 4,7 Milliarden Britische Pfund (5,3 Milliarden Euro), allerdings ging der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn um 13 Prozent auf 471 Millionen Britische Pfund zurück.
Die bereinigte operative Marge von Primark sank von 12,1 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 10,1 Prozent. Das Unternehmen begründete dies mit höheren Preisnachlässe und verstärkten Investitionen in digitale Initiativen und Technologie.
Auf vergleichbarer Fläche sanken die Erlöse von Primark um 2,7 Prozent. Dabei konnte der Einzelhändler in Großbritannien den schwierigen Rahmenbedingungen trotzen und ein Plus von 1,3 Prozent erzielen. Der Marktanteil erhöhte sich dadurch auf sieben Prozent.
Im Gegensatz dazu blieb das Geschäft in Kontinentaleuropa schwach. Flächenbereinigt schrumpfte der Umsatz dort um 5,6 Prozent. Ursachen waren nach Angaben des Mutterkonzerns das geringe Vertrauen der Verbraucher:innen und ein schwieriges Einzelhandelsumfeld, insbesondere in Deutschland. Der US-Markt blieb ein Wachstumstreiber. Die Umsätze stiegen nach der Eröffnung von fünf neuen Filialen um zwölf Prozent.
Auf Konzernebene blieb der Umsatz von ABF mit knapp 9,5 Milliarden Britische Pfund weitgehend stabil. Währungsbereinigt schrumpfte er um zwei Prozent. Der bereinigte operative Gewinn ging um 17 Prozent auf 691 Millionen Britische Pfund zurück. Dies war hauptsächlich auf erhebliche Verluste im Zuckersegment und den erwarteten Rückgang der Einzelhandelsmargen zurückzuführen. Der bereinigte Gewinn pro Aktie sank um 15 Prozent auf 70,7 Britische Pence.
Der Konzern versucht, die Folgen des Nahost-Konflikts zu mildern
Der Start in die Frühjahr-Sommer-Saison sei im März „ermutigenden“ verlaufen, erklärte das Management, Im April hätten sich das Geschäft jedoch abgeschwächt, als die Auswirkungen des Nahostkonflikts die Verbraucher:innen zu belasten begannen.
Derzeit geht es für den Konzern darum Konzern, die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten zu bewältigen. So habe der Konflikt zu einer steigenden Volatilität bei Energie- und Frachtpreisen geführt. CEO Weston betonte, dass die Auswirkungen auf die Kosten für 2026 voraussichtlich beherrschbar sein würden. Es bestehe jedoch ein Risiko für die Umsätze von Primark, falls die Ausgaben der Verbraucher:innen weiter zurückgehen sollten. Vorerst hält das Management aber an seinem Ausblick für Primark fest. Dort wird für das Gesamtjahr weiterhin eine bereinigte operative Marge in Höhe von etwa zehn Prozent erwartet.
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