Anta Sports: Jack Wolfskin-Mutter erzielt Umsatzplus und erhöht Investitionen
Der chinesische Bekleidungs- und Sportartikelkonzern Anta Sports Products Limited konnte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 erneut ein Umsatzplus verbuchen und Jack Wolfskin in sein Portfolio aufnehmen.
Der Mutterkonzern von Marken wie Fila und Anta konnte in den ersten sechs Monaten den Umsatz im Vorjahresvergleich um 14,3 Prozent auf 38,5 Milliarden Yuan (4,6 Milliarden Euro) steigern. Dies geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die Anta Sports am Mittwoch veröffentlichte. Die Ergebnisse würden das zwölfte Jahr in Folge mit positivem Wachstum markieren und die führende Position der Gruppe im chinesischen Markt weiter ausbauen.
Alle Marken-Segmente der Gruppe konnten in dem Zeitraum Umsatzzuwächse aufweisen. Die Marke Anta erreichte 16,95 Milliarden Yuan und damit im Vorjahresvergleich ein Plus von 5,4 Prozent. Fila konnte derweil den Umsatz um 8,6 Prozent auf 14,18 Milliarden Yuan ausbauen. Der Umsatz aller anderen Marken stieg um 61,1 Prozent auf 7,41 Milliarden Yuan.
Anta Sports ist weiterhin dabei, seinen E-Commerce-Plattform-Mix zu optimieren und die digitalen Fähigkeiten zu verbessern, so die Mitteilung. Die Gruppe konnte den Umsatz im E-Commerce im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Prozent steigern. Damit macht dieser 34,8 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Der auf die Anteilseigner:innen entfallende Nettogewinn, ohne den Gewinn aus der Verwässerung der Beteiligung im Rahmen des Börsengangs von Amer Sports, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent auf 7,03 Milliarden Yuan.
Übernahme von Jack Wolfskin und Investitionen
Anta Sports hat die Übernahme von Jack Wolfskin abgeschlossen, nachdem die bisherige Eigentümerin, die US-amerikanische Unternehmensgruppe Topgolf Callaway Brands Corp., im April angekündigt hat, den deutschen Outdoor-Ausstatter für 290 Millionen US-Dollar an Anta Sports zu verkaufen.
Nach der Übernahme habe man ein gemeinsames Managementteam gebildet. Wie sich die Markenleitung genau zusammensetzt, ist aktuell nicht klar. Bekannt ist nur, dass der bisherige CEO Matthew Jung den Outdoor-Spezialisten im Juni verlassen hat. Zu dem Zeitpunkt hieß es, dass eine Nachfolge in Kürze bekannt gegeben werden sollte.
Im nächsten Schritt wird ein Drei- bis Fünfjahresplan zur Revitalisierung der Marke entwickelt, der sich auf die Neuausrichtung des Produkt- und Markenrahmens basierend auf den Kernwerten der Marke konzentriert, so die Mitteilung.
Die Gruppe hat außerdem das Joint Ventures, „Musinsa China“ mit dem südkoreanischen Modeunternehmen Musinsa gegründet, an dem Anta Sports 40 Prozent hält. Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Entwicklung der Marke „Musinsa Standard“. Dazu kommt die Verantwortung für den Betrieb des Multibrand-Einzelhandelskonzepts „Musinsa Store“ im chinesischen Markt.
Zusätzlich erhöhte Anta Sports im ersten Halbjahr seine Investitionen in Forschung und Entwicklung. Diese beliefen sich auf eine Milliarde Yuan und waren damit acht Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
ODER ANMELDEN MIT