Alibaba expandiert in Australien, Neuseeland

Nach seinem Kampf gegen Fälschungen kann sich der chinesische Internetriese Alibaba jetzt wieder auf seine weltweiten Expansionspläne konzentrieren, und im Moment hat er Australien und Neuseeland im Visier. Außer mehr Kunden in dieser Region für Tmall Global und g.taobao.com zu gewinnen, plant Alibaba auch, im Laufe des Jahres ein neues Büro in Melbourne zu eröffnen, um so seine Onlinehändler in den beiden Ländern besser bedienen zu können, so die South China Morning Post.

„Australien und Neuseeland sind ein wichtiger Teil unserer Globalisationsstrategie.“

Michael Evans, Präsident, Alibaba

„Es gibt noch ein großes Wachstumspotential, hauptsächlich aufrund der wachsenden Nachfrage der chinesischen Verbraucher nach Qualitätsprodukten zusammen mit dem guten Ruf der beiden Länder“, kommentierte ein Alibaba-Sprecher. „Das neue Büro und das vergrößerte Team werden gut positioniert sein, um australische und neuseeländische Händler zu unterstützen, die bereits unsere Plattformen nutzen, sowie neue Händler, die nach China expandieren möchten“, sagte Maggie Zhou, Geschäftsführerin von Alibaba Australia.

Alibaba visiert 2 Milliarden Kunden weltweit an

Derzeit nutzen rund 1.300 australische und neuseeländische Marken die Plattformen Tmall und Tmall Global, um Lebensmittel, Kosmetik und eine Reihe von Babyprodukten an Kunden in China zu verkaufen. Umgekehrt nutzen etwa eine halbe Million Kunden in Australien bereits Alibabas Angebot. „Das sind in der Tat nicht alles chinesischsprechende Kunden“, erklärte Alibaba-Präsident Michael Evans, der mit der internationale Expansion des Unternehmens betraut ist.

Diese setzt, wie im Januar angekündigt, auf eine „Drei-Säulen-Strategie”, die sich auf Chinas Metropolen stützt, aber neben Chinas Hinterland auch auf Alibabas weltweite E-Commerce Aktivitäten. Das ehrgeizige Ziel ist, die derzeit 423 Millionen Kunden weltweit auf zwei Milliarden zu bringen.

Was Australien und Neuseeland angeht, so werden außer dem Ausbau der E-Commerce Aktivitäten als erste Priorität auch andere folgen: „Zweitens wollen wir unseren Bezahlservice [Alipay] für Leute, die hier leben und die hier zu Besuch sind, erweitern. Und drittens werden wir ein Cloud-Geschäft aufbauen, das kleinere Unternehmen unterstützen soll. Und das letzte und vielleicht wichtigste Teilstück ... ist die logistische Infrastruktur“, verriet Evans.

„Australien und Neuseeland sind ein wichtiger Teil unserer Globalisationsstrategie. In Märkten, die für uns sehr wichtig sind, brauchen wir ein gutes Team von Leuten, das für uns arbeitet“, sagte Evens gegenüber der Australian Financial Review am Dienstag.

Parallel hat der Internetriese vor, sich auch den nordamerikanischen Markt vorzunehmen. Es gibt bereits Spekulationen, dass Alibaba einfach Yahoo aufkaufen könnte, da bereits einen 15-prozentigen Anteil an Alibaba hat. Aber das bleibt abzuwarten.

Foto: mit freundlicher Genehmigung von Alibaba
 

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