ABF: Abspaltung von Primark macht „gute Fortschritte“
Der britische Mischkonzern Associated British Foods Plc (ABF) hat am Donnerstag in einer Zwischenmitteilung neben aktuellen Umsatzzahlen auch ein Update zur geplanten Trennung von seiner Textilkette Primark veröffentlicht.
Die im April angekündigte Abspaltung der Einzelhandelssparte mache „gute Fortschritte“ und werde voraussichtlich im Dezember 2027 abgeschlossen sein, erklärte ABF.
Gleichzeitig legte der Konzern Umsatzschätzungen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 vor, das am 12. September endet. Demnach stieg der Umsatz von Primark im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt voraussichtlich um zwei Prozent. Neue Filialen und Franchise-Partnerschaften sorgten demnach für ein Plus von fünf Prozentpunkten. Währungsbereinigte Zuwächse erzielte Primark in Großbritannien und Irland (+1 Prozent) sowie in den USA (+11 Prozent). In Kontinentaleuropa gingen die entsprechenden Erlöse hingegen aufgrund der anhaltend schwachen Konsumstimmung um ein Prozent zurück.
Auf vergleichbarer Basis ging der Quartalsumsatz des Textildiscounters hingegen um 3,0 Prozent zurück. Dies war vor allem der schwachen Nachfrage in Kontinentaleuropa (-4,3 Prozent) geschuldet. In Großbritannien und Irland lag der Umsatz auf vergleichbarer Basis geringfügig über dem Vorjahresniveau (+0,4 Prozent).
ABF-CEO George Weston hob die Fortschritte bei Primark hervor. „Die Maßnahmen zur Stärkung des Angebots für die Kund:innen von Primark wurden konsequent fortgesetzt“, erklärte er in einem Statement. „Unsere wichtigsten Fokusgebiete – der britische Markt und die Damenmode – übertrafen weiterhin unsere anderen Märkte und Kategorien.“ Erste Reaktionen der Kund:innen in Kontinentaleuropa auf die kürzlich gestartete Initiative „Iconic Value“ seien „ermutigend“ gewesen, so Weston.
Auf Basis der vorliegenden Zahlen rechnet der Konzern für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 bei Primark mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von zwei Prozent und auf vergleichbarer Basis mit einem Minus von etwa 2,6 Prozent. Die operative Marge wird voraussichtlich bei etwa zehn Prozent liegen. Seine endgültigen Jahresresultate will ABF am 3. November veröffentlichen.
ODER ANMELDEN MIT