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361 Degrees: Halbjahresumsatz wächst um knapp 16 Prozent

Von Jan Schroder

16. Aug. 2016

Business

Der chinesische Sportartikelkonzern 361 Degrees International Ltd. ist zurzeit auch bei den Olympischen Spielen in Rio engagiert: Als sogenannter „Tier-2 Supporter“ zählt er zu den offiziellen Unterstützern des größten Sportfests der Welt – und ist damit nach eigenen Angaben die erste chinesische Sportartikelmarke überhaupt, die als Sponsor bei Olympischen Spielen auftritt.

Das verschafft Aufmerksamkeit im In- und Ausland und soll das Wachstum weiter beflügeln. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte 361 Degrees bereits kräftig zulegen: Der Halbjahresumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,7 Prozent auf 2,56 Milliarden Renminbi (342 Millionen Euro). Überdurchschnittlich stark wuchsen dabei die Erlöse mit Schuhen (+19,1 Prozent, 1,15 Milliarden Renminbi) und in der Kindersparte 361 Degrees Kids (+16,5 Prozent, 272,1 Millionen Renminbi).

Angesichts der Herausforderungen auf dem Heimatmarkt expandiert der chinesische Sportartikler nun auch im Ausland

Höhere Investitionen in die Produktentwicklung und den Aufbau des Auslandsgeschäfts sorgten dafür, dass der Gewinn im ersten Halbjahr weniger stark wuchs als die Erlöse. Das operative Ergebnis stieg um 4,2 Prozent auf 506,1 Millionen Renminbi, der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn um 1,3 Prozent auf 273,1 Millionen Renminbi (36,6 Millionen Euro).

Aufgrund des nachlassenden Wirtschaftswachstums in China und des sich verschärfenden Konkurrenzkampfes auf dem Sportartikelmarkt erwartet die Unternehmensführung „schwierige Herausforderungen“. Insgesamt bleibt sie jedoch zuversichtlich und setzt vor allem darauf, dass die staatlichen Programme zur Förderung des Breitensports, darunter auch der Ausbau des Schulsports, die Nachfrage nach Turnschuhen und Funktionsbekleidung in China ankurbeln werden.

Doch das 2003 gegründete Unternehmen will nicht nur in der Heimat wachsen, wo es mittlerweile zur zweitgrößten Sportartikelmarke aufgestiegen ist. Seit 2015 baut 361 Degrees nebenher sein Auslandsgeschäft auf. Mittlerweile gibt eigene Tochtergesellschaften in Brasilien und den USA, auch in Europa sind die Produkte der Marke inzwischen im Sportfachhandel erhältlich. Im ersten Halbjahr konnte das Unternehmen seinen Auslandsumsatz bereits mehr als verdoppeln. Mit 45,2 Millionen Renminbi macht er aber bisher lediglich 1,7 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Foto: 361 Degrees