Pikachu and Provokationen bei der London Fashion Week Men's

Pokémon Prints, Khaki, fließende Schnitte und eine Menge junger Talente gehörten zu den Highlights der Londoner Fashion Week Men's, die am Montag nach drei Tagen voller Laufstegshows zu Ende ging.

Da viele der großen Namen der britischen Mode, allen voran Burberry, die Mens Fashion Week zugunsten der Präsentation gemischter Kollektionen während der London Fashion Week im Februar aufgegeben hatten, war der Weg für junge Designer frei, sich mit ihren Kollektionen für Herbst/Winter 2019 zu profilieren.

Die in Nigeria geborene Designerin Mowalola Ogunlesi, die 2017 ihr Studium am renommierten Central Saint Martins College abschloss, gehörte zu denen, die die Gelegenheit nutzten. Ogunlesi, die kürzlich ein Videos für den Rapper Skepta ausstattete, wurde als einer der aufstrebenden Stars der Londoner Modeszene gehandelt. Sie präsentierte ihre Kollektion unter dem Banner des Fashion East Talent Inkubators und zeigte eine sexy und einfallsreiche Kollektion, die die afrikanische Kultur mit gelbbraunen Mustern und engen Hosen mit niedrig geschnittenen Taillen in Khaki, Blau und Grau feierte.

Christopher Raeburn präsentierte seine Eco-Kollektion, die sich durch raffinierte Canvashosen und Winterparkas mit kubanischen Mützen auszeichnete.

Grün ging bei Hussein Chalayans Show in Olivtöne über und seine minimalistische, geometrischen Garderobe enthielt unter anderem eine Hose mit abnehmbaren Teilen, die sich dem Wetter anpassen ließ.

Die Palette aus gedämpften Tarnfarben des türkisch-britischen Designers wurde durch kräftige Blitze aus fluoreszierenden Gelbtönen unterbrochen.

Edward Crutchley, Bobby Abley und Xander Zhou präsentieren ihre Designs in London

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Die dänische Designerin Astrid Andersen spielte ebenfalls mit Kontrasten und verband traditionell herbstliche Brauntöne mit leuchtendem Azurblau, als ob sie die ersten Schneeflocken der Saison begrüßen würde.

Fluidität war das Motto des jungen britischen Designers Craig Green mit seiner Kollektion aus leichten und bequemen Regenmänteln mit übergroßen Kapuzen, die an Brautkleider erinnerten.

Edward Crutchley zeigte eine luxuriöse Kollektion und enthüllte japanische Einflüsse mit langen Jacken im Kimonostil. Er beschrieb die Kollektion anschließend als eine "sartoriales, schnörkelloses Statement", bei der "charakteristisch weit geschnittene Silhouetten als Hommage an das präzise Schneiderhandwerk der japanischen und amerikanischen Konfektion Mitte der 80er Jahre" Anklänge fanden.

Der britische Designer Bobby Abley festigte seinen Ruf der Verspieltheit, indem er das japanische Cartoon-Phänomen Pokémon als Inspiration nutzte. Pikachu, Charmander und Squirtle, drei Kreaturen aus dem berühmten Franchise, zierten Sweatshirts und Jogginghosen, die zu Docs Martens und Stetsons getragen wurden.

Mit dem chinesischen Designer Xander Zhou nahm der Laufsteg eine düsterere Wendung. Der Designer konfrontierte seine eigenen "Ängste" mit faszinierenden Kombinationen von Kunstpelzen im Yeti-Stil, komplett mit Hai-Finnen und Wolfsmasken.

Noch beunruhigender zeigte sich die Kollektion des Bulgaren Kiko Kostadinov, die vom Kulthorrorfilm "The Ring" (1998) inspiriert wurde. Wie der Geist, der in Hideo Nakatas Spielfilm spukt, marschierten seine Models mit durch lange, schwarze Haare verdecken Gesichtern über den Laufsteg.

Das Unisex-Label "Art School" überraschte das Londoner Publikum mit einer Parade von Männern in Kleidern und Miniröcken für seine allererste Show auf der Fashion Week. (AFP)

Foto: Liam Hodges AW19 via Catwalkpictures

 

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