Tomas Maier verlässt Modehaus Bottega Veneta

Nach 17 Jahren verlässt der deutsche Designer Tomas Maier das Modehaus Bottega Veneta. Das italienische Luxuslabel erfuhr eine Wiedergeburt dank Maier's kreativen Vision, teilte der französische Luxuskonzern Kering SA am Mittwochabend in Paris mit.

Mit seiner zurückhaltend raffinierten Designsprache zählt Maier zu den wichtigsten deutschen Modedesignern der Gegenwart. Er brachte diese auch zu Bottega Veneta, das sich von einem klassischen Lederwarenhersteller zu einer begehrten Luxusmarke entwickelte.

"Bottega Veneta wurde vor allem aufgrund des hohen kreativen Anspruchs von Tomas zu dem Haus, das es heute ist”, sagte Kering-Konzernchef François-Henri Pinault in der Mitteilung. “Er hat es zurück auf die Luxusbühne gebracht und zu einer unbestreitbaren Referenz entwickelt.” Pinault dankte Maier außerdem für seine Verdienste und "seine kreative Visionskraft".

Bottega bleibt hinter anderen Luxusmarken zurück

Während Eigentümer Kering mit seiner Luxusgütersparte im Geschäftsjahr 2017 die Umsatzmarke von 10 Billionen Euro knackte und im ersten Quartal diesen Jahres mehr als 27 Prozent beim Erlös wuchs, blieb das Label Bottega Veneta zurück.

Sein Umsatz schrumpfte um 6,8 Prozent auf 261,2 Millionen Euro im ersten Quartal 2018. Die Marke überarbeitet derzeit ihr Ladennetz und versucht ein jüngeres Publikum anzusprechen, hieß es im Geschäftsbericht 2017 von Kering. Während das Intrecciato-Muster weiterhin das Markenzeichen der Lederwaren von Bottega Veneta bleiben soll, wurden zuletzt auch auch Produkte ohne die traditionelle Technik eingeführt.

Tomas Maier wurde in Pforzheim geboren und lebt heute in den Vereinigten Staaten. Er betreibt er auch ein eigenes gleichnamiges Modelabel, das ebenfalls zu Luxusimperium von Kering gehört.

Zum französischen Luxuskonzern gehören auch Marken wie Saint Laurent, Balenciaga, Brioni, Gucci. (Fashionunited)

Foto: Uniqlo