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Rückkehr zum klassischen Kalender: Gucci trennt Damen- und Herrenkollektion

Von Don-Alvin Adegeest

28. Okt. 2022

Mode

Foto: Gucci SS23

Gucci wird künftig wieder getrennte Kollektionen für Damen und Herren im Rahmen des Fashion Week Kalenders zeigen und sich damit von dem bisherigen Format der gemeinsamen Co-ed Präsentation lösen.

Das florentinische Modehaus wird seine Herrenkollektion für Herbst/Winter 2023 während der Milano Moda Uomo im Januar präsentieren. Das gab Gucci-CEO Marco Bizzarri auf dem Mailänder Fashion Global Summit bekannt.

„Wir werden auf den Laufsteg zurückkehren und dabei dem regulären Modekalender folgen", sagte Bizzari. Das heißt Herrenmode im Januar gefolgt von Damenmode in Mailand im Februar und zusätzliche Cruise-Kollektionen. „Wir sind sehr froh, zu dieser Formel zurückzukehren, nachdem wir uns aus einer Reihe von Gründen auf zwei Schauen pro Jahr beschränkt hatten, zunächst wegen der Pandemie und danach, weil wir mit Alessandro Michele (dem Kreativdirektor von Gucci) beschlossen hatten, diesen Rhythmus für ein weiteres Jahr beizubehalten. Jetzt haben wir uns entschieden, einen größeren Fokus auf die Menschen zu legen, was in der Vergangenheit nie der Fall war. Nachdem die Marke ihre heutige Größe erreicht hat und Alessandros ästhetischer Evolution folgt, hielten wir es für unerlässlich, der Herrenmode eine besondere Bedeutung beizumessen.”

Die Pandemie führte zu einem Wandel in der Art und Weise, wie Marken ihre Kollektionen präsentieren. Viele Designede und Aktivist:innen stellten dabei die unnötig hohen Kosten und den Kohlendioxidausstoß in Frage, die durch separate Präsentationen entstehen.

Modewochen sind von Natur aus nicht nachhaltig. Man denke nur an die großen, glänzenden Kulissen, die für eine 20-minütige Show gebaut und anschließend wieder abgerissen werden sowie an die Tausenden von Reisenden, die jede Saison rund um den Globus fliegen, um Modewochen, Messen und Veranstaltungen zu besuchen. Eine Studie von Ordre mit dem Titel Zero to Market aus dem Jahr 2020 schätzt, dass die Reisen von Buyern und Marken rund 241.000 Tonnen an CO2-Emissionen zur Folge haben. Die Reisen zur New Yorker Modewoche verursachen die meisten CO2-Emissionen (37 Prozent aller Emissionen), gefolgt von Paris (28 Prozent), London (18 Prozent) und Mailand (17 Prozent).

Hoffen wir, dass die Nachhaltigkeitsvorsätze, die viele Marken während der Pandemie gefasst haben, um achtsamer und weniger verschwenderisch zu sein, an dieser Stelle nicht enden.

Dieser übersetzte und bearbeitete Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.uk.

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