Mehr Pop für Puma: Rihanna wird Kreativdirektorin

Ganz ohne Glamour geht es nicht: Puma hat in den vergangenen Monaten versucht, sich wieder klarer als Sportartikelmarke zu positionieren, um verlorenes Terrain von der Konkurrenz zurückzugewinnen. Am Dienstag präsentierte das Traditionsunternehmen in der Herzogenauracher Firmenzentrale allerdings einen Popstar als Markenbotschafterin: Sängerin Rihanna soll ab dem kommenden Jahr nicht nur das Label repräsentieren, sondern auch als Kreativdirektorin die Damenlinie mitgestalten.

Jahrelang bezeichnete Puma sein Segment als „Sportlifestyle“. Doch zwischen Performancetauglichkeit und modischem Anspruch ging das Profil verloren. Wofür die Marke genau stand, ob sie Sportartikel oder Freizeitmode machen wollte, ließ sich den Kunden immer schwerer vermitteln. Entsprechend schlecht entwickelten sich die Zahlen. Bei früheren Konkurrenten wie Nike, Adidas oder dem Aufsteiger Under Armour war hingegen klar, dass sie in erster Linie Produkte machten, die für 3sportliche Aktivitäten gedacht waren – und das überzeugte Leistungs- wie Breitensportler.

Auch bei Puma ist man inzwischen auf diesen Weg zurückgekehrt: Spätestens seit dem Frühjahr 2013, als Bjørn Gulden den Posten des CEO übernahm, bemüht sich das Unternehmen wieder um ein klares Profil. Inzwischen firmiert Puma wieder eindeutig als „Sportmarke“. Und hat sich mit dem Leitmotiv „Forever Faster“ der Leistung verschrieben: Nicht irgendeine, nein gleich „die schnellste Sportmarke der Welt“ wollen die Herzogenauracher sein. Diesen Anspruch unterstreichen werbewirksame Aushängeschilder wie der weltbeste Sprinter Usain Bolt oder Fußballstar Sergio Agüero, zudem rüstet Puma Fußballmannschaften wie Borussia Dortmund und Arsenal London sowie den führenden Formel-1-Rennstall Mercedes mit Weltmeister Lewis Hamilton aus.

Als Markenbotschafterin soll Rihanna die Traditionsmarke Puma für Frauen attraktiver machen

Mehr Pop für Puma: Rihanna wird Kreativdirektorin

Doch ausschließlich über sportliche Erfolge will sich die Marke dann doch nicht definieren. Und hier kommt Rihanna ins Spiel: „Rihanna unter Vertrag zu nehmen, ist ein großer Schritt für Puma“, sagte Konzernchef Gulden, „ihre weltweite Bekanntheit, ihr Charisma, ihre Individualität und ihr Ehrgeiz – alle diese Eigenschaften machen sie zur perfekten Botschafterin für unsere Marke.“ Rihanna passe „ideal zu unseren Markenwerten, denn sie ist selbstbewusst, mutig, zielstrebig und versprüht Spaß und Freude“, findet Gulden.

Zudem taugt die 26-jährige Sängerin aus Barbados im Gegensatz zu all den Läufern, Fußballern und Rennfahrern, die derzeit das Bild von Puma prägen, als Identifikationsfigur für die weibliche Kundschaft: „Neben unseren bekannten Persönlichkeiten in den Bereichen Teamsport, Running und Motorsport war es uns sehr wichtig, mit einer starken und inspirierenden Frau zusammenzuarbeiten – und Rihanna war unsere erste Wahl“, sagte Gulden. Künftig wird sie nun nach Angaben des Unternehmens „bei zahlreichen Fanaktivitäten sowie Kunden- und Händlerevents von Puma zu sehen sein und in Social Media und für Produktinitiativen im Bereich Training und Fitness eingebunden werden".

Der Popstar soll aber nicht nur die Werbetrommel für Puma rühren und die Marke für neue Kundenschichten attraktiv machen: „In ihrer Rolle als Kreativdirektorin für die Kategorie Women’s Training arbeitet Rihanna direkt mit Pumas internationalen Designteams zusammen“, erklärte das Unternehmen. Bereits in der Kollektion für die Saison Frühjahr/Sommer 2015 würden „erste Einflüsse ihrer Arbeit zu sehen sein“. Wie die aussehen werden, ist noch offen. Aber das Unternehmen hofft, seine Beliebtheit bei den Kundinnen deutlich zu steigern: „Ob durch die Neuinterpretation klassischer Puma-Designs oder die Kreation völlig neuer Produkte: Die von Rihanna inspirierten Kollektionen sprechen Frauen weltweit an, unterstützen sie in ihrem täglichen Training und verkörpern jenes Selbstvertrauen, für das Rihanna bekannt ist und geschätzt wird“, erklärte Puma. Noch sind das allerdings erst einmal Wunschvorstellungen.

 

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