Uniqlo Japan entschuldigt sich für über 460.000 gehackte Kundenkonten

Am 10. Mai wurde der japanische Modekonzern Fast Retailing, zu dem Marken wie Uniqlo, GU, Theory und J Brand gehören, darauf aufmerksam, dass Kundenkonten des offiziellen Uniqlo Japan und GU Japan Webshops gehackt wurden. Inzwischen fand das Unternehmen heraus, dass auf 461.091 Kundenkonten im Zeitraum vom 23. April bis 10. Mai unerlaubt zugegriffen wurde und hat die entsprechenden Schritte unternommen, um die Konten zu sperren. Zudem übernimmt der Modekonzern Verantwortung und entschuldigt sich bei seinen Kunden.

„Fast Retailing entschuldigt sich aufrichtig für die Schwierigkeiten und Sorgen, die dies bei seinen Kunden und allen anderen Beteiligten verursacht hat. In Zukunft wird das Unternehmen seine Sicherheitsmaßnahmen weiter verstärken und Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit ergreifen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden“, sagte Uniqlo-Mutter Fast Retailing am Montag in einer Erklärung auf seiner Website.

Das Unternehmen wurde auf das Problem aufmerksam, nachdem Uniqlo Japan- und GU Japan- Kunden sich bei ihm über suspekte E-Mails beschwerten. Fast Retailing untersuchte die Angelegenheit und bestätigte die Datenpanne. Dabei konnten Dritte potenziell auf Kundendaten wie Name und Vorname, Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse, Geburtsdatum, Kleidermaße, bisherige Kaufinformationen und unvollständige Kreditkartennummern (jedoch nicht CVV-Nummern) zugreifen.

„Derzeit hat Fast Retailing die Herkunft der Kommunikation, von der aus die unbefugten Zutritte versucht wurden, identifiziert und den Zugang blockiert und verstärkt die Überwachung anderer Zugangswege. Am 13. Mai deaktivierte das Unternehmen die Passwörter für die 461.091 potenziell zugreifbaren Benutzer-IDs und verschickte individuelle E-Mails an die betroffenen Personen mit der Bitte, ein neues Passwort festzulegen“, hieß es bei Fast Retailing zu den ergriffenen Maßnahmen.

Zudem fordert Fast Retailing alle Uniqlo Japan und GU-Japan Webshop-Kunden auf, nicht die gleichen Passwörter zu verwenden, die sie auch für andere Dienste benutzen und die Verwendung zu leicht zu erratender Passwörter zu vermeiden. Dies bezieht Fast Retailing auf die Art des unerlaubten Zugangs - sogenanntes „List Type Hacking“, bei dem in Konten eingedrungen wird, deren Passwort auch für andere Dienste verwendet wird.

„Das Unternehmen erkennt den Schutz von Kundendaten als eine Angelegenheit höchster Priorität an, betrachtet diesen Vorfall als äußerst schwerwiegend und verstärkt die Überwachung unbefugter Zugriffe sowie weitere Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Kunden in der Lage sind, ohne Bedenken einzukaufen“, versichert das Unternehmen. Zudem gab es eine kostenlose Hotline-Nummer und eine E-Mailadresse bekannt, an die besorgte Kunden sich wenden können.

Eine derartige Datenpanne, wie die von Uniqlo erfahrene, ist für ein Unternehmen immer peinlich und potenziell kostspielig, da sie Kundenvertrauen und damit künftige Umsätze kosten kann, aber die Art, wie Fast Retailing das Problem angegangen ist - direkt, verantwortungsvoll und transparent - zeigt, wie Kundenvertrauen wieder gewonnen werden kann.

Foto: Uniqlo Japan Website

 

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