Schuhfilialist Görtz hofft auf „umsatzabhängige Mieten“ und macht Onlineshop zum Marktplatz

Der Hamburger Schuhhändler Görtz bekennt sich trotz der aktuellen Krise zum Stationärgeschäft und setzt sich für flexiblere Mietregelungen ein. Gleichzeitig baut das Unternehmen seinen Onlineshop zu einer Plattform aus, die auch anderen Marken offen steht.

„Auch wenn aufgrund des Corona-Shutdowns das Online-Geschäft stark angezogen hat und sich die Umsätze nach Wiedereröffnung der Filialen nur langsam entwickeln, setzt Görtz nach wie vor auf ein starkes Filialnetz“, erklärte die Ludwig Görtz GmbH in einem am Dienstag veröffentlichten Statement. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben mehr als 180 stationäre Shops betreibt, hofft nun auf positive Folgen der jüngsten Lockerungen bei einigen Schutzmaßnahmen: „Mit der aktuellen Öffnung von Restaurants und Cafés wird das Leben wieder an Normalität gewinnen und Shopping auch wieder zum Erlebnis werden“, so der Einzelhändler.

„Es reicht nicht aus, nur im Bereich E-Commerce State of the Art zu sein, ein starkes Filialnetz ist ebenso wichtig“, betonte Frank Revermann, der Geschäftsführer für Vertrieb, Marketing, E-Commerce und Expansion, in einer Mitteilung. Angesichts der aktuell schwierigen Lage mahnte er aber Zugeständnisse der Vermieter an: „Es darf keine Mindestmieten geben. Stattdessen sollte es umsatzabhängige Mieten geben, die monatlich angepasst werden können“, erklärte er. „Mit einigen Vermietern haben wir bereits solche Vereinbarungen und das funktioniert gut. Schließlich hat kein Vermieter etwas davon, wenn seine Mieter zahlungsunfähig sind. Leerstände kommen Vermietern viel teurer zu stehen.“

Gleichzeitig setzt das Unternehmen aber auch auf seinen E-Commerce, der in den vergangenen Wochen steigende Umsätze verzeichnete. Den eigenen Onlineshop baut Görtz zu einem „Marktplatz“ aus, auf dem auch externe Anbieter ihre Produkte anbieten können. Dazu zählen etwa die Marken Lloyd, Apple of Eden und Affenzahn Kinderschuhe. Um den gewandelten Einkaufsgewohnheiten gerecht zu werden, arbeitet der Einzelhändler zudem an einer stärkeren „Verzahnung von Online- und Stationärgeschäft“.

Foto: Görtz

 

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