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Forever 21 schließt in Dublin, speckt in Europa ab

Die US-Modemarke Forever 21 zieht sich aus einigen internationalen Märkten zurück und fängt mit seinem einzigen irischen Geschäft an - der Flagshipstore in Dublin soll geschlossen werden, ebenso Flagshipstores in Amsterdam und in Downtown Vancouver, Kanada.

Sinkende Umsätze sind der Grund, scheint die Fast Fashion-Marke zumindest in diesen Märkten doch nicht mehr so gefragt zu sein wie zuvor. Für das Geschäftsjahr, das im Februar 2016 endete, verzeichnete das Unternehmen Verluste von 44 Millionen Euro und hat 11 Millionen Euro zur Seite gelegt, um Freisetzungs- und andere Kosten zu bestreiten, wie etwa Strafsummen für die vorzeitige Beendung von Mietvereinbarungen.

Forever 21 eröffnete sein Dubliner Geschäft als ersten europäischen Flagshipstore bereits im Jahr 2010 und steckte mehr als 10 Millionen Euro in die Renovierung des Ladens. Seitdem hat das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles in andere europäische Märkte wie Deutschland, Spanien, Polen und Frankreich expandiert. Nach Schwierigkeiten auf dem britischen Markt und Geschäftsschließungen in London, Manchester, Kent, Dublin und Glasgow könnte sich Forever 21 angesichts der bevorstehenden Schließung des Amsterdamer Geschäfts ganz aus den Benelux-Ländern zurückziehen.

Hier schloss das Unternehmen bereits Mitte 2016 sein belgisches Geschäft in Antwerpen und nannte als Hauptgrund die hohen Mietkosten. Ein Geschäft in Brüssel wurde nach einem verheerenden Brand nicht wiedereröffnet, womit nur eine Filiale in Rotterdam in diesem Markt verbleibt.

Auch in Indien, einem Markt, in dem Fast Fashion-Marken wie Forever 21 gut angenommen werden, musste die US-Marke ihren Vorstoss verlangsamen und ein Geschäft in Mumbai schließen und eins in Neu Delhi verkleinern, um der Konkurrenz durch Zara, H&M & Co. standzuhalten.

Foto: Forever 21-Website