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Einzelhandel zufrieden mit zweitem Adventswochenende

Einzelhandel

Einzelhandel zufrieden mit zweitem Adventswochenende

Von Jan Schroder

8. Dez. 2014

Das Weihnachtsgeschäft hat hierzulande offenbar Fahrt aufgenommen: Der Handelsverband Deutschland (HDE) beobachtete in den zurückliegenden Tagen einen „gegenüber der Vorwoche deutlich besseren Geschäftsverlauf“ im Einzelhandel und „höhere Frequenzen“ in den Innenstädten. Der vergangene Sonnabend sei für die Branche „einer der umsatzstärksten Tage in diesem Jahr und im laufenden Weihnachtsgeschäft“ gewesen. Konkrete Zahlen nannte der Verband in seiner am Sonntag veröffentlichten Zwischenbilanz allerdings nicht.

Vom Nikolaustag hätten vor allem die Schmuck-, Süßwaren- und Spielzeughändler profitiert, insgesamt seien die Geschäfte mit Spielwaren, Uhren und Schmuck sowie Einrichtungsgegenständen „gut gelaufen“, teilte der HDE mit. Aber auch die Bekleidungsbranche konnte sich nach dem verkorksten Herbst, in dem ungewöhnlich milde Temperaturen die Nachfrage nach den aktuellen Saisonkollektionen gedämpft hatten, endlich freuen. „Das vielerorts kältere und winterliche Wetter brachte auch den Textilhändlern mehr Käufer von warmen Jacken, Mützen, Handschuhen und Schals“, erklärte der HDE.

Ob das Weihnachtsgeschäft den erhofften Erfolg bringen wird, ist trotz der zuletzt ermutigenden Entwicklung aber beileibe noch nicht sicher: „Die Unternehmen sind zuversichtlich, erneut ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr zu erreichen“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth unter Berufung auf einen aktuelle Umfrage des Verbandes unter Einzelhändlern. „Die entscheidenden Wochen stehen uns aber noch bevor“, betonte er.

Der Verband hatte dem deutschen Einzelhandel für die letzten beiden Monate des Jahres einen Gesamtumsatz in Höhe von 85,5 Milliarden Euro prognostiziert. Das würde eine Steigerung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Dazu soll der Online-Handel entscheidend beitragen. Der HDE rechnet damit, dass dessen Umsatz im Weihnachtsgeschäft etwa zehn Milliarden Euro betragen wird. Damit würde er das Vorjahresniveau um 18 Prozent übertreffen.