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Einzelhandel: „Verschnaufpause“ am dritten Adventswochenende

Von Jan Schroder

15. Dez. 2014

Nicht gerade euphorisch fiel die Bilanz des zurückliegenden Wochenendes aus, die der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag veröffentlichte. Der Handel habe in der vergangenen Woche eine „kleine Verschnaufpause“ eingelegt, erklärte die Branchenorganisation.

Nach dem vorigen Wochenende hatte der Verband sich noch deutlich begeisterter geäußert: Der zweite Adventssamstag sei „einer der umsatzstärksten Tage in diesem Jahr und im laufenden Weihnachtsgeschäft“ gewesen. Zahlen nannte der HDE aber in beiden Fällen nicht.

Trotz der relativen Flaute am dritten Adventswochenende gibt der Verband seine Hoffnungen auf ein insgesamt erfolgreiches Weihnachtsgeschäft aber nicht auf: Die Händler blickten „mit Optimismus auf den Endspurt im diesjährigen Weihnachtsgeschäft“ erklärte der HDE. Für die kommenden zehn Tage rechne er mit „weiter steigenden Kundenfrequenzen“.

Ein wichtiger Grund für die ungebrochene Zuversicht ist der Termin der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage: „Heilig Abend fällt dieses Jahr auf einen Mittwoch. Deshalb gehen wir in diesem Jahr von einer großen Zahl an Last-Minute-Shoppern aus“, sagte Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des Verbandes.

In den vergangenen Tagen hätten bereits Händler mit Unterhaltungselektronik und Lebensmitteln zu den „Gewinnern“ gezählt, erklärte Gent. Aber auch die Bekleidungsbranche, die fast den gesamten Herbst über unter dem ungewöhnlich milden Wetter zu leiden hatte, habe sich mittlerweile „stabilisiert“. Auch die Modehändler setzen nun auf einen starken Endspurt kurz vor dem Fest – und auf fallende Temperaturen: „Wir haben noch Luft nach oben“, sagte Genth über die Situation im Bekleidungssegment. „Insgesamt hoffen die Händler jetzt auf weihnachtlicheres Wetter. Bei Schnee und Kälte greifen die Kunden dann auch noch kräftiger bei Mänteln, Mützen und warmen Schuhen zu.“

Der HDE rechnet weiterhin damit, dass der Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels im Weihnachtsgeschäft, also in den Monaten November und Dezember, etwa 85,5 Milliarden Euro erreichen wird. Gegenüber dem Vorjahr würde das eine Steigerung um 1,2 Prozent bedeuten. Maßgeblichen Anteil am Wachstum soll der Online-Handel haben: Ihm prognostiziert der Verband ein Umsatzplus von 18 Prozent auf etwa zehn Milliarden Euro.

Foto: ECE