Die Umsätze im deutschen Online-Handel sind auch im zweiten Quartal 2019 kräftig gestiegen. Dabei konnte die Bekleidungsbranche, die ansonsten mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat, sogar überdurchschnittlich zulegen. Das geht aus den Ergebnissen einer Verbraucherbefragung hervor, die der Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (Bevh) am Dienstag vorlegte.

Demnach belief sich der Umsatz des hiesigen Online-Handels in den Monaten April bis Juni inklusive Umsatzsteuer auf knapp 17,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet das eine Steigerung um 11,3 Prozent. Der Anteil des Online-Geschäfts am gesamten interaktiven Handel, der beispielsweise auch das traditionelle Kataloggeschäft umfasst, vergrößerte sich damit auf 96,7 Prozent.

Zu den Gewinnern des Quartals zählten die Bekleidungsanbieter: Ihr Online-Bruttoumsatz wuchs um 13,8 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. „Der Mode-Onlinehandel hat sich von der Schwäche im stationären Handel im ersten Halbjahr deutlich abkoppeln können“, erklärte der Bevh. Die Erlöse mit Schuhen legten um 9,7 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro zu.

Nach den ersten sechs Monaten prognostiziert der Verband den deutschen Online-Händlern weiterhin ein zweistelliges Umsatzplus im Gesamtjahr 2019. Er rechnet mit einem Wachstum um 10,5 Prozent auf „knapp unter 72 Milliarden Euro brutto“.

Foto: Otto Group

 

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