Streiks bei Amazon – Arbeitgeberseite erwartet keine Auswirkungen

Die Gewerkschaft Verdi hat die Amazon-Beschäftigten in sieben deutschen Versandzentren zum Streik aufgerufen. Die Mitarbeiter sollen in der Nacht von Sonntag auf Montag in Leipzig (Sachsen), Rheinberg und Werne (Nordrhein-Westfalen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Graben (Bayern) und an zwei Standorten in Bad Hersfeld (Hessen) die Arbeit niederlegen.

„Die Gewerkschaft fordert vom Konzern die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags "Gute und gesunde Arbeit"", teilte Verdi am Sonntag mit.

"Wir fordern in den Tarifrunden der verschiedenen Bundesländer Gehaltssteigerungen von 4,5 Prozent plus 45 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem darf kein Stundenlohn unter 12,50 Euro liegen", sagte Orhan Akman, der bei Verdi für den Einzel- und Versandhandel zuständig ist.

Amazon wies die Kritik zurück. "Tatsächlich bietet Amazon bereits, was sie fordern: exzellente Löhne, exzellente Zusatzleistungen und exzellente Karrierechancen - und das alles in einer sicheren, modernen Arbeitsumgebung", teilte das Unternehmen mit. Der Konzern rechnet nicht damit, dass Amazon-Kunden die Arbeitsniederlegungen zu spüren bekommen. Streiks hätten in der Vergangenheit kaum Auswirkungen gehabt. (dpa)

Foto: Amazon

 

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