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Patentstreit zwischen Adidas und Nike geht weiter

Von Simone Preuss

13. Jan. 2022

Business

Bild: Nike Flyknit / Nike

Oft erscheinen gute Erfindungen zeitgleich und an verschiedenen Orten der Welt. Sportartikelhersteller und Rivalen Adidas und Nike glauben nicht an diese Zufälle und streiten bereits seit einem Jahrzehnt um eine Stricktechnologie, die Adidas „Primeknit“ und Nike „Flyknit“ nennt, und die fast zeitgleich erschien, nämlich vor den Olympischen Spielen in London im Jahr 2012.

Jetzt prüft die US-Bundesbehörde für internationales Handelsrecht (ITC), ob Adidas mit seiner „Primeknit“-Technologie die Patentrechte des Rivalen Nike verletzt und seine Schuhe weiterhin in den USA verkaufen darf. Adidas bestreitet jegliche Verletzung des Patentrechts und besteht darauf, die Technologie eigenständig und in langjähriger Forschungsarbeit entwickelt zu haben.

Nike will Primeknit-Artikel in USA verbieten lassen

Sollte die US-Kommission Nike Recht geben, würde dies einen großen finanziellen Verlust für Adidas bedeuten, ist der US-Markt doch ein wichtiger für das Herzogenauracher Unternehmen und Schuhverkäufe machen einen wesentlichen Anteil des Umsatzes aus. Ganz zu schweigen von der Beschädigung des Rufes, sollte die Behörde Adidas eine Verletzung des Patentrechts vorwerfen.

Bild: Adidas Primeknit / Adidas

Die Erfindung der Stricktechnologie, die gerade Schuhe leichter und biegsamer macht, sich aber auch für Sportbekleidung eignet, geht laut Nike auf ein Verfahren zurück, dass das Unternehmen bereits im Jahr 2002 mit einem EU-Patent schützen ließ. Nike erwirkte sogar ein vorläufige Verkaufsverbot gegen Adidas’ „Primeknit“, das jedoch vom Landgericht Nürnberg-Fürth im November 2012 aus Mangel an Patentveletzung aufgehoben wurde. Daraufhin beantragte Adidas die Löschung des Nike-Patents beim Bundespatentgericht in München, dass es am 30. Oktober 2014 für ungültig erklärte.

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