Michael-Kors-Mutter Capri: Einmalbelastungen sorgen für tiefrote Zahlen

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und weitere negative Sondereffekte haben den US-amerikanischen Modekonzern Capri Holdings Limited im vierten Quartal 2019/20 tief in die Verlustzone gedrückt. Das geht aus aktuellen Resultaten hervor, die das Mutterunternehmen der Marken Michael Kors, Versace und Jimmy Choo am Mittwoch vorlegte.

Demnach belief sich der Konzernumsatz im Schlussquartal, das am 28. März endete, auf 1,19 Milliarden US-Dollar (1,06 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Rückgang um 11,3 Prozent (währungsbereinigt -11,0 Prozent).

Hohe Einmalbelastungen sorgten für einen empfindlichen Verlust. Davon entfielen allein 351 Millionen US-Dollar auf Wertberichtigungen bei der Marke Jimmy Choo. Insgesamt belief sich der auf die Anteilseigner entfallende Nettofehlbetrag auf 551 Millionen US-Dollar (492 Millionen Euro), nachdem der Konzern im Vorjahreszeitraum noch einen Überschuss von 19 Millionen US-Dollar erzielt hatte. Bereinigt um Sonderfaktoren kam Capri im jüngsten Quartal auf einen Gewinn von 16 Millionen US-Dollar.

Im Geschäftsjahr 2019/20 lag der Nettoverlust bei 223 Millionen US-Dollar

Im gesamten Geschäftsjahr 2019/20 erwirtschaftete der Konzern damit einen Umsatz in Höhe von 5,55 Milliarden US-Dollar (4,95 Milliarden Euro), was einem Plus von 6,0 Prozent (währungsbereinigt +6,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr entsprach. Das Wachstum verdankte Capri dem im Herbst 2018 übernommenen Modehaus Versace, dessen Jahresumsatz erstmals vollständig in die Bilanz einfloss. Insgesamt steuerte Versace 843 Millionen US-Dollar zum Jahresumsatz bei.

Die übrigen beiden Marken des Konzerns mussten hingegen rückläufige Erlöse melden: Bei Michael Kors sank der Umsatz um 7,9 Prozent (währungsbereinigt -7,0 Prozent) auf 4,15 Milliarden US-Dollar, bei Jimmy Choo schrumpfte er um 5,9 Prozent (währungsbereinigt -5,1 Prozent) auf 555 Millionen US-Dollar.

Unter dem Strich stand ein Nettoverlust nach Minderheitenanteilen in Höhe von 223 Millionen US-Dollar (199 Millionen Euro), was wiederum an hohen Einmalbelastungen lag. Ohne diese negativen Sondereffekte sei ein Überschuss von 591 Millionen US-Dollar erzielt worden, erklärte das Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2018/19 hatte der Konzern einen Nettogewinn von 543 Millionen US-Dollar ausgewiesen.

Foto: Michael Kors Facebook-Page

 

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